Asylantis selbsterfüllende Prophezeiung

Asylantis  2015/16

Asylantis: Prolog

Materialisieren von Gedanken.

Hintergründe: Mit anfang 20 schrieb ich den Anfang zu einem Rollenspiel, das ich Interaktiv im damals noch wenig vernetzten Internet spielen wollte. Es war eine Geschichte nach dem Endzeitszenario, als wir unter ständiger Kontrolle der Elite standen. Eine Frau die ich Einlud mitzuspielen empörte sich, sie sagte:“So etwas mache ich nicht mit! Weißt du denn nicht, das man ausgesprochenen Gedanken eine Form gibt? Sie könnte sich so erfüllen, und in solch einer Welt will ich nicht leben.“ 

Dies gab mir zwar zu denken, dennoch war es für mich zu abstrakt als dass ich dem glauben schenken wollte und spielte das Spiel trotzdem. Nach ein paar Monaten war das Interesse verloschen. Resultat war.. Mitspieler die sich unter so offensichtlicher Kontrolle sahen, waren immer gewillt das System zu unterwandern und zu stürzen, sie kämpften aber meist als Einzelkämpfer, als sich zusammenzuschliessen. Mit 36 erfand ich ein neues Spiel, das Spiel hieß Asylantis. Es war wieder eine Geschichte nach der Endzeit. Wieder wurde alles kontrolliert und wieder suchte ich nach Mitspielern, die sich aber kaum einfanden… zum Glück kann ich nur sagen. Denn als ich 6 Jahre später, zwei Menschen die die feinstoffliche Welt kannten, dieses Spiel vorstellte. Wurden sie angegriffen von den Personen die sich schon zumindest als Geistwesen in dieser Dimension materialisiert hatten. .

 Ich verstand die Ernsthaftigkeit und die Macht des Wortes, Wollens und Wünschens wie auch seblsterfüllende Prophezeiung noch nicht. Doch die Unwissenheit schützt vor Naturgesetzen nicht. So komme ich erst jetzt mit 49 Jahren dazu, diese Geschichte evtl. richtig zuende schreiben zu können, und zumindest mein Schicksal, evtl auch das anderer hier zu ändern und zum Guten hinzuführen.

Mit anderen Worten: Sei vorsichtig was du dir an schrecklichen erdenkst oder verstärkst durch das gesprochene, geschriebene ja sogar das gedachte Wort. Es könnte sich erfüllen… Denn am Anfang war das Wort und so wird es auch am Ende das Letzte sein. Das Gesetz der Anziehungwirkt ewig in allen Dingen.

Es folgt nun die Geschichte in Kurzform, um jede einzelne von mir erfundene Person zum Licht und zur Gerechtigkeit zu geleiten und das Szenario aus seiner Dunkelheit zu holen und in eine freie, gerechte Welt zu entlassen..

Hier und Jetzt im Off:

Die Suppe die ich mir einfüllte muss ich nun auslöffeln.

Dieser Roman wird laufend verändert und weitergeschrieben je nach neuen Quellen und Ideen.. Wie das Ende aussieht weiß ich aktuell noch nicht… eines steht aber Fest.. Das Licht siegt immer, weil es über allem steht und die Bühne beleuchtet auf der wir stehen!

Es kommt darauf an ob du dich für das Dunkle oder das Licht entscheidest, auch wenn du ein Gemisch aus beiden bist… du kannst dich entscheiden… immer auch mit Chipimplantat.. assimiliert oder sonstigem angeblichen Zwängen.. Denn du hast einen Götterfunken in dir, der sich „freier Wille“ nennt… Dieser kann durch nichts auf gebrochen oder gebannt oder unterdrückt werden, nur wenn du es glaubst und zulässt oder dem Dunklen verkaufst… Das Licht wird immer siegen, da es nie als Gegner auf dem Kampfplatz stand!

… du musst dich nur entscheiden auf welchem Weg du gehen willst!

Den Weg ins Licht oder in die Dunkelheit.

Miss Meta

Hier und Jetzt im Off: Hier nun die Beschreibung und Losschreibung von einem von mir erdachten Rollenspiel aus dem Jahre 2007, neu gschrieben 2015/16 , teileditiert 2020 und ein mögliches Ende findent im Endspiel im Jahr 2020/21 statt.

Ein Zweig meines Widerstandes… mögliche Wirklichkeitsvergleiche sind also nur zufällig und dieses Werk betitel ich als künstlerisch und Kunst muss frei sein, auch im Hier und Jetzt.

Ich sehe aus dem Fenster, es regnet in strömen, passend zu meiner Stimmung und der aktuellen Lage möchte ich den Istzustand und das was sich daraus ergibt kurz festhalten. Ich schreibe aus einer Zeit des Umbruches… es wird gefährlich eine andere Meinung zu vertreten als die Systemische. .. schwarze Listen werden geführt und wieder Akten angelegt über Bürger die nun Gefährder sind mit einer anderen Meinung, von neuen Sitten und Regelwächtern, selbsternannt oder bezahlt. Der Gefährder als Worthülse für eine Person die man später vor allem politisch wegsperren darf in Irrenhäusern oder Gefängnissen. Menschen die sich für Grundgesetze und Demokratie einsetzen werden massiv unterdrückt und diffamiert. Morddrohungen, Anschläge, Drohungen auch an die Familie, Diffamierungen, Umerziehungen, Freiheitsentzug emfpindliche Geldstrafen, anonyme Angriffe durch bezahlte Undercovergruppierungen, Niedergeknüppelte die ihr Grundgesetz als Waffe in den Händen trugen.. Diese Maßnahmen lassen schnell den letzten Wiederstand verebben und auch die Meinung der Masse wurde durch die massive Manipulation durch die Medien in Richtung Kommunismus getrimmt, die Herlfershelfer des Systems und Chaosstifter als Erfüllungswerkzeug der Umverteilung von Mittelstand zu Milliadären.. Später werden die Helfershelfer, Mitmacher, Diffamierer feststellen müssen das auch sie am Ende absgestoßen werden, denn der Kommunismus ist absolut und es kann nur Einer gewinnen. Zeugen sind gefährlich.. Sie machen Geschäfte mit Satan und haben ihre Seele verkauft. So haben eine Hand voll, es wieder geschafft Millionen an Lemmingen über eine Klippe in den sozialen Abgrund springen zu lassen.

Die massive Verarmung durch die mit Absicht gelenkten Wirtschaftscrashs durch Pandemien und Riots, die die Industie und Mittelstand und den freien Markt vernichten führten zu einer Neidkultur. Medial manipulierte Meinungen und Fingerzeige stellten den an den Pranger, der gerade eben mehr hat als der völlig Verarmte und in den Staat durch minimale Finanzsprizten abhängig gemachte. Der Staat is good for you, gibt dir Kredite von deinem Geld, zahlst doppelt bis dreifach deine Schulden und dafür hält er dich am Leben mit Wasser, Brot und ideologisch wertvoller Bevormundung. Er wird dir erzählen was du alles falsch machst… Unmündiger! Er wird dir das neue Rechts als Links verklären.. Doch du hast vorerst nichts zu befürchten wenn du dich an die Regeln hälst! Regeln aus Schildburg gestrickt, passend für dieses Bürokratenland, festgebissen an irrigen Regelungen.. Kafka kannte noch nicht die Elite der Bürokratie die hier zu finden ist.

Willkommen in der Vorstufe zu Asylantis.. guckt was dies für eine Zukunft generiert…. meine Geschichte ist dagegen ein Mauerblümchen… und das ist gut so!

Alles was sich der Mensch vorstellen kann, kann auch wirklich sein oder werden.

Einleitung

Nachdem die Welt in Naturkatastrophen versank, und Jahre der Dunkelheit eintraten, bildeten sich wieder erste menschliche Siedlungen.

Siedlungen war eigentlich nicht der richtige Ausdruck. Einige Eliten hatten sich Dank ausgefeilter Technik vor den Katastrophen retten können, zudem hatten sie viele Ressourcen gebunkert, die natürlich nun Mangelwaren waren. Sie konnten also, dank dieser Güter, Menschen die nur noch die Kleider an ihren Leibern trugen dazu bringen, die Städte nach den wünschen der Eliten neu zu errichten, als Gegenleistung Nahrung und Wohnraum in Form von Containern. Es entstanden Kreisstädte. Im inneren Kreis, lebten die Eliten im gläsernen Kuppeldom. Den mittleren Ring belegten, z.B. Wissenschaftler, Techniker und Militär. Industrielle Prozesse wurden schon längst digitalisiert und 3D Drucker sorgten für die Hardeware. Betonmauern, Zäune und das Militär trennten die Ringe voneinander. Erziehungsanstalten ehemals Schulen für den mittleren Ring. Hier wurde vor allem pädagogische konzepte unf Benimmregeln eingebläut. Wissen wurde so vermittelt, dass nicht einer alles wissen konnte, sondern nur das Wissen das für den jeweiligen Zweig gebraucht wurde.. Der dritte Ring wurde Asylantis genannt.. In ihm lebten Menschen in Containern, sie wurden in Foodzentren abgefüttert und hatten nicht mehr zu tun als den ganzen Tag vor dem Reality-TV Programm zu hängen, das sie ungewollt selbst gestalteten. In jedem Container war eine Webcam installiert, nicht nur zur Kontrolle des Mobs, auch für den menschlichen Vojeurismus der sich durch alle Klassen durchzog und so das Tages- und Nachtprogramm gestaltete. Manche Bewohner des dritten Ringes entpuppten sich als wahre Entertainer und gaben ihr Bestes zu gefallen, andere hockten regungslos, den ganzen Tag auf ihrer spärlichen Einrichtung und starrten ins selbstgemachte Programm, in das triste Leben der anderen. Politische Aussagen wurde automatisch weggefiltert und die Kameras verblieben nur als Kontrolleinheit. Es herrschte Ausgangsperre, Kontraktsperre und Versammlungsverbot. Die Leute wurden schon vor der Katastrophe an solche Hygieneregeln gewöhnt und dachten sich nichts weiter dabei dies so fortzuführen. Arbeit gab es nicht nicht mehr und niemand im Asylantisring wusste so recht, warum man eigentlich am Leben gehalten wurde. Es gab aber auch noch Menschen im Outback, manchmal zeigten sie solche Mutanten im TV, die durch äußere Umwelteinflüsse und Gifte entstellt und entseelt schienen. Die Elite warnte mit diesen Trailern die Bevölkerung davor sich gegen die Regeln zu widersetzen…

Jeder in den Ringen fürchtete diese Geschöpfe und es wurde sogar erzählt das es Kanibalen wären, die sobald jemand aus den Ringen verbannt wurde von diesen Monstern gejagt und aufgefressen wurde.

und hier beginnt nun die Geschichte… wir zoomen rein in den dritten Ring namens Asylantis, in Murrys Container..

Asylantis – Murry der Glotzer

Blechernder Container, grau und an vielen Stellen schon rostig, ungeschützt dem unwidrigen Klima ausgesetzt. Durch das verzogene Plastikfenster zieht der Wind. Es raschelt im Nebenraum. Ratten frassen sich durch die dünne Schicht Blech und machen sich an den wenigen gehamsterten Vorräten heran, die Murry aus dem Foodcenter unerlaubterweise mitgehen ließ… aber dies ist schon lange her… so lange her, das sich Murry nicht mehr daran erinnern konnte.. wobei sein Erinnerungsvermögen ebenfalls eingerostet schien. Aus dem Hauptraum kam das unermütliche plappern einer Containergenossin, die von ihren wenigen Erlebnissen des Alltags bis ins kleinste Detail sich ergoss. Rotlippig und barbusig, schon eine Webcamattraktion im einsendrigen TV-Kanal bestehend aus der Reality-Container-Show und staatliche Vorschrifts- und Werbespots. Es wurde nie ersichtlich, aus welcher Ringstadt der jewilige Kandidat spach.. aber durch Kontaktsperren wie auch fehlender Reisefreiheit war dies sowieso egal.

Murry saß da wie angewachsen in seinem Ohrensessel. Ein Erbstück, das er noch von seiner Oma bekommen hatte, die auch schon hier in diesem Container ihr Dasein tristete. Dementsprechend durchgesessen und durch Murrys fehlende Fürsorge, sah der Ohrensessel aber auch aus… Selbst für den Müllplatz noch zu dreckig. Murry starrte auf das TV hörte aber gar nicht zu was die Dame so von sich gab.. er war wie im Halbschlaf, keine Regung, ab und zu zuckte noch ein Augenlied als Lebenszeichen. Ein Gedanke entließ in kurzfristig aus der Lethargie <<Ich hab vergessen zu essen>>. Murry stemmte sich mühsehlig aus dem Sessel, seine Muskeln waren schon atrophiert vom langem Sitzen und seine Knochen versteift und brüchig. Murry schlurfte wie ein Zombi zum nächsten Foodcenter, das aussah wie ein Waschcenter für Autos.. aber Murry würde so etwas noch nie gesehen haben. Es gab nun kein Früher, kein später mehr, es gab nur das Jetzt und die leichte Unterhaltung der Container-Reality-Show. Murry durfte für exakt 60 Minuten am Tag hinaus. Es hieß die Luftverhältnisse und Strahungen der immer künstlich vernebelten Sonne würden die Gesundheit massiv schädigen.

Auch das Foodcenter hatte eine Zeitlimitierung. Sobald Murry den Coin in den Apparat steckte, öffnete sich der gläserne Raum und ein Tablet mit Essen schob sich über ein Fliesband auf den Tisch. Murry hatte jetzt 10 Minuten Zeit zum essen, danach wurde er mit einer Waschrolle wie im besagten Waschcenter hinausbefördert und der Raum wieder gereinigt und verschlossen. Murry schaffte es nie alles aufzuessen, deswegen stopfte er sich Manches so in die Tasche und vergaß es dann wieder in seinem Nebenraum. Eigentlich aber durfte er aus hygienegründen nichts mitnehmen… aber im grunde war es egal was die Bevölkerung im dritten Ring mit dem Namen Asylantis, bestehend aus tausenden von Containterbehausungen, machte.. es war egal solange sie dies in ihrem totalüberwachten Containern alleine tun würden. Kontakte zu anderen Personen als die Familie waren nicht erlaubt aus Hygienegründen und zur Seucheneindämmung.

Murry hatte eigentlich gar keine Lust mehr zum Foodcenter zu gehen, es war ihm viel zu anstrengend.. alles war ihm zu anstrengend, selbst die zwei Sätze Denken die sich noch am Tag bei ihm einstellten. Er war immer froh wieder in seinen Sessel zu sinken und in den TV- zu starren und dem Treiben der anderen zuzugucken, oder einfach nur zu dösen.

Ab und zu wurde das Treiben der Containermitmenschen von einer Werbung durchzogen. Ein Lichtdurchflutetes weißes sauberes Sleepercenter, bot eine Möglichkeit aus den Containern träumerisch zu entweichen.

Sie versprachen mit blendent weißen Zähnen und gepflegten Äußerem, das möglicherweise sinnlos gewordene Leben hier in einer art Traum zu verbringen. Man wurde an einen Traumcomputer angeschlossen und verbrachte so den Rest seines Lebens in angenemer sauberer Atmosphäre mit einem Traum in dem man alles sein durfte, von Superheld bis Superstar oder sonstigem… oft hatte Murry kurz überlegt ob er dahin gehen sollte um dem Übel ein Ende zu setzen… doch auch den Gedanken konnte er, so fest verhangen in der Lethargie nicht zu ende denken.

Die plötzliche Stille in seinem TV-Apparat macht Murry stutzig. Seine Augen stellten sich scharf und er guckte verdutzt auf den Bildschirm. Er sah einen Mann, der wie ein Halbtoter aussah, verlottert, vergessen, schon beim Anblick ein Modergeruch ausbreitend.. tief liegende Augenringe, glotzende glasiggelbe Augen, verfilzte Haare, stränig, grau… ein Penner der ihm nun erschrocken ins Gesicht starrte… es war still.. nur das rascheln von Ratten im Nebenraum war zu hören und es dauerte lange bis Murry erkannte, das die Webcam wirklich auf ihn gerichtet war und der Mann den er mit vollem Ekel ansah er selber war…. Ein Gedanke trat in den Kopf „es reicht“ . Murry raffte sich zum zweiten Mal auf und ging schnurstracks in Richtung Sleepercentrum… Selbst wenn er damit rechnete, dass er von sich aus keine Träume haben würde, so wollte er wenigstens diesem Anblick eines lebendigen Toten entgehen und für immer die Augen davor verschließen…

Am Sleepercentrum stürzte ein kleiner Junge auf ihn zu der ihn ansprach und um etwas bat, doch Murry würdigte ihn nur eines müden Blickes und ließ sich nicht mehr aufhalten.. er wollte das endlich beenden, was auch immer ihn dort erwarten würde.. es könne nicht schlimmer sein als diese endlosen Wiederholungen des Nichts. Er schüttelte den Jungen ab und ging weiter…

Doch der Junge zerrte an seinem Ärmel! „He Mr. bitte! Helfen sie mir!“ jammerte der Junge. Murry schüttelte den Jungen mürrisch ab… Der Junge zerrte an Murrys zerfetzten Ärmel. „Bitte Mr. es ist nur ein kleiner Gefallen! Murry hielt inne…..

Zu gleicher Zeit, hielt ein Herr von und zu Waldersee eine Liaison mit einer Dame aus dem Asylantisring. Waldersee, als Chef der TV-Station des innernen Ringes, hatte natürlich die Macht sich in jeden beliebigen Container zu Zappen..und er bevorzugte den von Auphelia, einer dunkelhäutigen Schönheit, die sehr bewusst mit ihren Reizen spielte.

Waldersee konnte nicht widerstehen und schickte Auphelia ab und zu ein paar Aufmerksamkeiten über einen Boten. Hier und da ein paar rar gewordene Modezeitschriften und ein paar nette kleine Kleidungsstücke. Nun da Auphelia wusste das sie wohl einen Verehrer aus dem mittleren oder sogar inneren Ring hatte wurde sie immer Freizügiger und spann den Plan, durch ihren Verehrer, endlich aus diesem Ring ins innere Elitenherz zu gelangen. Sie mußte ihren Verehrer von sich abhängig machen, besessen machen, so das er alles versuchen würde sie hier herauszuholen. Denn das war normalerweise nicht möglich, das würde dem Verehrer wahrscheinlich selbst das Leben kosten oder den Rausschmiss bedeuten aus dem Ring. Sie und ihr Nachbar, der im Untergrund arbeitete, ersannen einen Plan, damit ihr Verehrer sich zeigen musste. Zuerst machten sie Waldersee eifersüchtig.. Auphelia schien einen neuen Verehrer zu haben. Ihr Nachbar schien ihr schöne Augen zu machen. Das machte Waldersee rasend und so kam es dazu, dass er etwas sehr unvernünftiges tat. Er schrieb Auphelia einen Brief mit seinem Liebesgeständnis und das er sie holen würde, würde sie die Beziehung mit dem Nachbarn wieder aufgeben. Auphelia bewahrte den Brief gut auf, gab die Beziehung erst mal auf, wartete, doch nichts geschah, ausser das wieder „Almosen“ per Bote gesendet wurden.

Also weiter zum Schritt zwei. Ihr Nachbar und Sie, spielten mit ein paar weiteren Leuten aus dem Untergrund, eine Verhaftung vor, aufgrund unerlaubten Besitzes von Gütern aus dem inneren Kreis. Als Waldersee sah dass die Polizei anscheinend den Container untersuchten, sah wie Auphelia abgeführt wurde und wie einer der Polizisten kurz davor war, seinen Brief und Liebesgeständnis zu finden, folgte die zweite Kurzschlusshandlung… Er stürzte los und wollte er erst mal seinen Brief retten, damit er unerkannt bleiben würde… denn schließlich würde er Auphelia nicht retten können wenn er selbst verbannt werden würde… so vertrat er es moralisch für sich, nicht zuerst seine Gliebte retten zu wollen.

Als Bote verkleidet, schlich Waldersee zu Auphelias Container und stieß verwundert auf den Nachbarn mit seinem Brief winkend in der Hand. Sie hatten Waldersee hereingelegt, und ihm ein Theaterstück mit angeblichen Polizisten aufgeführt. Auphelia und der Nachbar hatten nun genügend Mittel in der Hand um Waldersee auffliegen lassen zu können. Waldersee versprach alles zu tun was in seiner Macht stehen würde um die Beweismittel wieder zu erlangen.

Währendessen in der Inneren Stadt…

Leider hatte Waldersee im eigenen Ring Feinde, vor allem eine sehr intrigante Co Chef-Redakteurin die über seinen Job bis in die Regierung gelangen wollte und jeden leichtsinnigen Schritt von Waldersee mit Argusaugen verfolgte. Ihr Leben bestand nur noch auch Ehrgeiz und Machtgier, sie wollte… ja was wollte sie eigentlich? Sie wollte zerstören.. sie wollte die Macht erlangen um dem Ganzen endlich ein Ende zu setzen..

für alle.. für allezeit.

Nachts plagten sie Albträume von einer Zeit, vor ihrem jetzigen Wesen.. sie sah Liebe, konnte sie aber nicht mehr empfinden..Sie sah Familie, fühlte sich aber nicht verwandt.. Die Träume irritierten sie auf ihrem Weg in den Untergang der Menschheit, sie hasste es die Bilder zu sehen und von ihnen verfolgt zu werden, doch die Träume hörten nicht auf.

zurück zu dem Jungen..

Der Junge zerrte an Murries Ärmel und sagte entschuldigend zu ihm: „Meine Mutter ist dort auch hineingegangen und ich muss wissen was mit ihr in diesem Sleepercentrum passiert ist.. Hilf mir! Bitte……!“ Murry drehte langsam den Kopf, starrte den Jungen in sein tränenverschmiertes Gesicht. Erinnerte sich kurz an seine Jugend, die noch in einer helleren Welt spielte, erinnerte sich an seine Mutter die ihn liebte doch zu jung verstarb, erinnerte sich an einen blaueren Himmel und so etwas wie Gras. … doch wurden auch diese Gedanken ihm langsam zu anstrengend und er nickte und sprach seit Jahren wieder ein Wort.. Rauh und unwirklich erschienen ihm seine Worte: „Ja Junge, ich werde nach ihr suchen. Wie kann ich sie erkennen?“

Der Junge zog aus einer Tasche, das einzige Bild, das er von sich und seiner Mutter hatte und gab es dankend und erleichtert Murry. „Bitte.. Bitte.. gib dein Bestes.. “ stammelte er. „Ja!“ sagte Murry, das werde ich tun. So fast wieder beflügelt mit einem Sinn, war er zu allem bereit, vor allem weil ihm sein eigenes, altes Leben nicht mehr interessierte.. Aber dieser Junge! Dieser Junge, sollte auch die Liebe spüren, die ihm nur die eigene Mutter geben kann… Das Bild in sich einprägend, ging er hinein ins Zentrum und ward nicht mehr gesehen. Freundliche Menschen in weiß gekleidet, nahmen ihn in empfang. Er sollte seine Bekleidung ablegen und wurde nun geduscht und gesäubert. Murry guckte sich um und sah karge, weiße Räume, in denen viele Menschen in einer Art weißen Kabine lagen und anscheinend träumten. Er verlangte das Foto wieder, um es mit in seinen Traum nehmen zu können. Die Ärzte begutachteten das Foto, fragten ihn wie er zu der Dame stünde.. ob er verwandt sei. Da sagte Murry, ja das ist meine Frau der ich folgen möchte.. Sie ist einst hier hergekommen, nun möchte ich ihr folgen. Murry legte sich mit dem Foto in eine weiße Kabine und entschlief durch mehrfachspritzen. Als Murry wieder aufwachte, fand er sich in einem Zimmer wieder das wie ein Hotelzimmer aussah. Er fühlte sich, als hätte er Jahre geschlafen, guckte in den Spiegel, sah einen Mann.. und wusste nicht wer dieser Mann ist, kratze sich am Kopf und fragte sich: „Wer ist das? Wer bin ich? Und wo bin ich? “ Amnesie.. kam ihm in den Kopf.. doch irgendwie fühlte es sich in seinem Kopf an wie eine künstlich erzeugte Blockade, denn im Unterbewußtsein rumorte es… Die Tür ging auf, und eine Krankenschwester erschrak! „Huch! Sie sind schon wach? Das sollte so nicht sein, sie müssen noch etwas weiter träumen.. legen sie sich bitte hin, ich werde die Apparatur wieder an ihnen befestigen. Murry legte sich brav hin, denn so wirr wollte er auch nicht bleiben… „ja bitte.. entfernen sie diese Blockade aus meinem Hirn, das ist ja furchtbar nicht zu wissen wer man ist und war…“ Den Kopf schüttelnd brachte die Krankenschwester die Aparatur an, gab Murry noch eine Schlafspritze und dann ging es wieder in das Träumeland. Als Murry nach Wochen wieder aufwachte, war von dem alten Murry anscheinend nichts mehr übrig. Ein neuer Mensch wurde geboren, der wie selbstverständlich sich mit einem Anzug kleidete und zur Arbeit ins Pressezentrum fuhr, als hätte er dies schon seit Jahren jeden Tag gemacht.

Der Junge hoffte insständig das dieser Mann ihm weiter helfen konnte. Sehr vertrauenswürdig sah er zwar nicht aus aber es war der Einzige der sich dem Jungen helfen wollte. Und so gab der Junge zwar wehleidig das einzige Foto von ihm und seiner Mutter hin. Ein Mädchen namens Emili stürzte auf den Jungen zu. „Max“ rief sie, „du hast es endlich geschafft! Ja sagte Max:“ Ich hoffe es war der Richtige und ich werde es nicht bereuen!“.

Das Mädchen Emili, war Max neue Freundin, sie ist aus dem Mittelring in den Asylantisring geflüchtet und sieht Max nun als ihre neue Familie an. Max klaut für Sie täglich etwas aus dem Foodcenter und auf die Regelung das man nur 60 Minuten am Tag ausgang hat war ihm egal.. er hatte bemerkt, das ihm das tägliche draußen sein eher gegenteilig sehr gut tat.

Die beiden lernten sich kennen über einen toten Winkel der bei einem Zaun am Sleepercentrum lag. Auf der anderen Seite war ein kleiner Busch und so eine Möglichkeit wenigstens in normaler Lautstärke sich mit dem Jungen auf der anderen Seite zu unterhalten. Sie lernten sich so täglich näher kennen und das Mädchen erzählte Max viel von ihrer Welt. An dem Tag, kurz bevor der Junge auf Murry traf, gelang es dem Mädchen durch einen Wachpostenwechsel, sich in den Beiwagen des Wachpostens zu verstecken. Sie fand sich alsbald auf der Asylantsseite wieder und ging zurück zum Sleepercentrum wo sie dem erschrockenem Max auf die Schulter tipte.

Der Junge war darüber gar nicht erbaut. Warum kommt sie rüber? So können wir nichts mehr herausfinden über das Sleepercentrum. Doch sie hielt den Druck und den Zwang durch Familie und Schule nicht mehr aus und wollte nicht mehr zurück .

Meredeth die Medienmogulin

Die gerade frisch ins Amt korrumpierte Medienmogulin Meredeth, die es mittlerweile geschafft hatte Waldersee aus dem Amt zu schwärzen, begutachtete den neuen Mitarbeiter… Irgendwie schien er anders, der Anzug schien ihm nicht zu passen und sehr passend für den Job schien er auch nicht zu sein. Die Personalvermittlung schien hier einen Fehler gemacht zu haben.

Der Neue erstarrte bei ihrem Anblick, zog seine Hand zur Innentasche seines Anzuges, fand dort nichts, zuckte ein wenig zusammen als ihn ein kleiner Geistesblitz durchfuhr. In seinem Kopf zeigte sich ein Bild mit einer Frau und einem kleinen Jungen. Die Frau hatte einen liebenden Mutterblick und der Junge schien sehr glücklich.. Dann war das Bild auch schon wieder weg. Die Chefin donnerte die Tür wieder zu und schnauzte den Personalvermittler an, was er ihr für eine minderwertige und verwirrte Qualität ins Haus geholt habe. Der zuckte aber nur anteillos mit den Achseln.. Morgen würde sie diesem Neuling die Hölle heiß machen und heute schon, das wusste der Personalvermittler würde er seinen Job los sein und irgendwo im mittleren Ring noch eintönigere Arbeit machen müssen.. Aber egal.. im Grunde konnte nichts schlimmer sein, als hier seinen Dienst zu tun, mit dieser Furie dachte der gedrungene Personalvermittler, brachte aber noch ein Veto ein, das es nicht seine Idee war diesen Mann ihr zu unterstellen… doch das wollte Meredith nicht mehr hören und schickte den Personalvermittler zum Ministerium. Dieser drehte auf den Hacken und nahm einen Hut.

Meredeth, die neue Chefin des Medienzentrums hatte mal wieder schlecht geschlafen, so dass sie heute wieder nicht richtig denken konnte, anscheinend ganz wie dieser verwirrte Neuling.. Das ärgerte sie, sie hasste die Schwäche und Schwächlinge! Der stärkere Gewinnt war ihr Motto und Stärke zeichnet sich vor allem in Geisteststärke aus nicht in Muskelkraft!

Spät am abend guckte sie noch mal bei dem Neuling rein, um ihn auch zum Ministerium zu schicken . Da sah sie ein Bild, das dieser Mann mit Bleistift gezeichnet hatte… Es war ein Bild von ihr und einem kleinen Jungen, der sie glücklich anschaute. Und sie.. ja sie.. Meredeth, die ihre Vergangenheit nicht kannte, nie hinterfragt hatte, fand sich auf einmal wieder in ihrer Vergangenheit, mit ihrem Jungen den sie so liebte und doch verlassen hatte. Sie hatte ihn verraten, weil sie sich selbst aufgegeben hatte. Auf sich zu zählen war doch ihre größte Stärke! Eine Stärke auf die sie sich so viel eingebildet hatte… doch nun musste sie feststellen das sie schwach war und ihre Liebsten verraten hatte…. Sie hatte ihr eigenes Kind verraten, weil sie zu schwach zum Leben gewesen war. Sie hatte aufgegeben, ihn in stich gelassen… Mein Kind…!?

Lebt mein Kind noch? Flüsterte sie. Murry guckte sie immer noch verstört an, guckte mit einem verständnislosen leeren Blick und zuckte mit den Achseln… Das machte Meredeth fast wahnsinnig, sie wollte den lethargischen Mann schon schütteln doch da kam etwas Leben in seine Gesichtszüge.

Ein Bild hielt Einzug vor Murrys geistigem Auge. Er sah sich und den Jungen vor einem weißen Gebäude.. Er hörte sich sagen „Ja Junge, ich werde nach ihr suchen………“ Murry nickte…

„ja, er lebt und sucht nach seiner Mutter. Er bat mich seine Mutter zu finden! Ich stimmte zu… Doch wer sagen sie es mir… Wer bin ich? Und wo war ich da? „

…“Es war ein dunkler Ort.. voller Dreck und Sinnlosigkeit“..stammelte Murry.. „Aber was für ein Ort ist hier? Ist hier mehr Sinn..? Es ist sauberer hier aber kälte, ohne Seele, ohne Identität. Groll und Zorn ist hier zu fühlen ohne Liebe.. Nicht besser als die triste Gefühllosigkeit der Resignation vorher im Dreck…. Was machen wir hier und warum?“ endete Murry.

„Ich weiß es nicht..“ brach es aus Meredeth heraus und sie brach zusammen und weinte bitterlich, über sich selbst und ihren verlassenen tapferen Jungen und ihre Schwäche. „Ich hieß früher Merry.. “ sprudelte es aus ihr heraus… Murry nickte und antwortete:“ und ich Murry… Mit leisen Worten fing gestaltete Murry eine philosophische Fragenkette: „Ein Wink des Schicksals? Doch wer bestimmt das Schicksal? Sind wir es oder oder andere? Was passiert da in den weißen Räumen? Werden wir neu programmiert? Von wem?“

„Das werden wir herausfinden Murry!“ Marry stand auf und befahl Murry mitzukommen. „Ich werde dich erst mal zu mir bringen und dort wirst du regenerieren, du scheinst der Neuprogrammierung gut entkommen zu sein, bist aber demnach eine Gefahr für das System. Du bleibst also erst mal bei mir und ich werde dich nicht verraten. Aber als nächstes muß ich mich um meinen Jungen kümmern, er muß zumindest in den inneren Ring, denn der Asylantisring soll bald abgestoßen werden.“

Es war aber noch ein Mädchen bei deinem Jungen., hattest du auch eine Tochter? raunte Murry

“ …hm… nein.. ich bin mir sicher das ich nur einen Jungen hatte, wir werden sehen. Nun ist erst mal schluss für heute,“ sagte Meredeth entschllossen und trat aus Murrys Raum. In dieser Nacht noch schickte Meredeth Spione aus um die gesamten Sleeperzentren abzusuchen nach zwei Kindern, die um diese herumlungern sollten mit der Begründung, das diese Kinder wichtige Zeugen seinen in einem Korruptionsfall.. Erst als sie die Nachricht erhielt, das die beiden Kinder gefunden und sichergestellt wurden, fand Meredeth die früher Merry hieß, zum ersten mal seit ihrem neuem Leben.. Geruhsamen, friedlichen Schlaf.. Das Ziel alles zu vernichten, war ihr völlig aus dem Hirn gewichen und einem anderen Plan schenkte sie jetzt völlige Aufmerksamkeit.. Wer steuert dies alles und warum? Diesem Treiben wollte sie nun ein Ende bereiten… die Warheit würde sie finden und das Lügengebilde auflösen. Und so wurde über Nacht aus Meredeth wieder eine gut wollende Merry, diesmal aber mit dem Sinn des Lebens ausgestattet und einer Position in der sie etwas zu sagen hatte..

Waldersees Untergang

Waldersee stand wie gelähmt in dem Container von Auphelia. Als einzige Regung, kam ab und zu noch ein Kopfschütteln. Innerlich zerriss er sich aufgrund seiner Dummheit. Ein dämlich grinsender Mann saß auf dem Sofa und wedelte mit Waldersees Liebesgeständniss. Na du geiler Bock..! Was jetzt? Höhnte er. Auphelia kam aus dem Bad und betrachtete Waldersee eingehend. Das war also ihr Verehrer? Er wirkte so kläglich wie ein geschlagener Hund. Etwas in ihr regte ihr Mitgefühl an, doch sie wischte es weg. Nein! Er hatte es verdient! Hatte sie so lange im Dreck sitzen lassen, wenn es Liebe gewesen wäre, hätte er alle Mittel in die Wege gesetzt sie hier herauszuholen. Aber wie hätte er das tun können? Das bleute ihr auch Joe, der Nachbar täglich ein. Du bist nicht mehr für ihn als eine Wichsvorlage, hör auf zu träumen! Er wird dich weder in den inneren Kreis holen können, noch wollen, deswegen müssen wir jetzt das Spiel in die Hand nehmen und ihn zwingen etwas für „uns“ zu tun. Damit hatte Joe wohl recht, denn nun stand er hier und wollte seinen Brief retten.. nicht Auphelia selbst. Waldersee begab sich endlich aus der Position eines gelähmten. Er betrachtete Auphelia, offenen Mundes und vergaß in welcher Situation er sich befand. Sie war noch schöner als es eine Webcam projizieren könnte. „Auphelia“ stammelte er, „Ihr habt mich tückisch in diese Situation gezwungen! Ich hätte dich später in Amt und Würden befreiht, doch solche Aktionen müssen weitsichtig geplant werden. Nun stehe ich hier und bin mit euch dem Untergang geweiht. Sobald die Webcam aktiviert ist und ich werde hier mit euch gesehen, kann ich niemanden mehr helfen, nicht mal mehr mir selbst. Du hättest warten sollen, vertrauen…! “

„Vertrauen?“ schrie Auphelia. Einem Gespinst, von dem ich nur wusste das es mich beobachtet? Was weißt du von mir außer mein Äußeres? Wie kannst du von Liebe sprechen wenn du nur mein Äußeres meinst? Wie hätte ich einem Gespinst vertrauen können?

Joe schüttelte den Kopf und raunte besserwisserisch: „Es ist immer das gleiche, anstatt nach einem Lösungsweg zu forschen, werden Schuldzuweisungen gemacht! Kein wunder das diese Welt so geworden ist.“

„ Sie sind ein elendiger Erpresser und halten jetzt mal den Mund“ zischte Waldersee ihn an. Joe lachte: „ hahaha.. Herr von und zu.. Sie haben hier nichts mehr zu melden, sie sind jetzt einer von uns oder weniger als einer von uns und bald mutant wenn man sie aus den Ringen wirft.“

„Nun dann erzählen Sie uns doch ihren Lösungsweg, wenn sie nicht nur ein Schwätzer sind wissen sie ja einen“ erwiderte Waldersee. Nun kam Joe doch etwas ins schwimmen, er hatte tatsächlich nicht weiter gedacht als bis zu diesem Moment, den er aber schon im Vorwege, mit allen Sprüchen dieser Welt ausgekostet hatte, nun aber nicht anwenden konnte, da der Elitentyp völlig anders reagierte als erwartet. „Ähhem… “ kam nur von Joe.. und dann Stille.. Nun wandelte Waldersees Starre in blanke Wut und raunte: „Wusste ich es doch! Hier können wir auf jeden Fall bleiben, zu viel Wind um Nichts.. als mein Leben und Macht hier zu lassen. Auphelia erschrak aufgrund Waldersees Kälte. Gibt es einen abgesicherten Raum um sich zu besprechen? wandte er sich an Joe. „Ja, folgt mir“ winselte Joe, ich führe euch hin!

„Oh Gott, wir werden hier jetzt nicht wie die Enten in einer Reihe herausmaschieren.. Ich bin wie sie sehen Bote und gehe allein. Sag mir wo das Verseck ist. „Wir müssen dafür nicht hinaus“ meinte Joe, wir gehen durch das Abwassersystem…“

„Oh mein Gott, mir bleibt aber auch nichts erspart,“ schimpfe Waldersee und trotte wie ein Entlein dann doch hinter Joe her.

„Du bleibst hier Auphelia!“ befahl Joe.

„Ich bleibe ganz bestimmt nicht hier, Joe. Ich bleibe jetzt an euren Hacken, und ihr werdet dafür sorgen das ich hier herauskomme oder ich renne gleich schreiend auf die Straße und alarmiere alle,“ erwiederte Auphelia ausser sich.

Mit einem: “Okey.. dann los!“ öffnete Joe eine versteckte Klappe zu einem Schacht, den er in Wochenlanger Arbeit präpariert und vergrössert hatte, um einen geheimen Zugang zu Auphelia und dem Untergrund zu haben. Als das Dreiergrüppchen sich langsam aber sicher in den stinkigen Abgrund hinabließ, kratzte gerade ein weiterer Verehrer von Auphelia an der verdreckten Fensterscheibe um sich ein Guckloch zu schaffen, und sah gerade noch wie ein Mann in einem Loch in der Badkabine entschwand.

Jake und die Agenten

Jake erschrak, eigentlich hatte er nur Auphelia erwartet und sehen wollen, doch was war das? Wo war sie hin? Als stiller Bewunderer ihrer Schönheit hatte Jake sich nie getraut sie anszusprechen. Er fühlte sich hässlich und zu unvermögend und schwach, ihr irgendetwas geben zu können, das ihrer Schönheit gebührte. Doch nun wo sie anscheinend weg war, oder entführt, regte sich seine Stärke und er fasste den Entschluss, in den Container hineinzugehen und nach Auphelia zu gucken und sie gegebenfalls zu retten. Als er gerade die Vordertür aufmachen wollte, ergriff ihn etwas von hinten, würgte ihn bis zur Bewusstlosigkeit und er erwachte erst später wieder umringt von 3 Agenten die ihn jetzt schon löchernd anguckten. Eine Frau kam in die Verhörzelle und schimpfte wutentbrannt! Ihr Idioten! Das ist nicht Waldersee! Wer ist diese Kakerlake? Warum habt ihr ihn mitgebracht? Einer der Agenten sagte zu ihr: Ja das wissen wir, dass das nicht Waldersee ist! Wir kamen zu spät. Nur noch er war im Container und evtl. kann er uns etwas erzählen. Er muss etwas gesehen haben. „Gut, sagte die Frau“ dann verhört ihn und werft ihn danach ins Outback, so das er für immer schweigen möge. „Wie sie meinen“ erwiderte ein anderer Agent. Mit der Erkenntnis seines baldigen Ablebens im Outback war Jake natürlich nicht bereit auch nur ein Sterbenswörtchen zu erzählen. Die Agenten versuchten es mit Gewalt und mit Versprechungen… doch nichts ließ Jake reden. Sie setzten ihn also wieder vor Auphelia Container ab und versprachen ihn laufen zu lassen wenn er nun endlich erzählen würde. Jake ging in den Container, schraubte die Paneele ab die einen Eingang verbargen zum unterirdischen Abwassersystem. Dort sah ich einen Mann verschwinden.. Auphelia sah ich nicht. Sie liessen Jake laufen, er war im grunde egal, wen sollte er schon was erzählen und wer würde dieser Kakerlake schon glauben? Die 3 Agenten schlüpften nun ebenfalls in das Abwassersystem um zu untersuchen wo die Flüchtlinge hingeeilt waren.

Der Untergrund

Auphelia legte die Stirn in falten… das hatte sie sich anders gedacht. Die Schaltzentrale des Untergrundes, bestand aus einem kleinen, stickigen Raum irgendwo im Abwassersystem, mit ein paar alten Computerteilen, einer alten Funzel und einem Holztisch das schon beim ansehen zu wackeln anfing. „Das ist also die großartige Untergrundbewegung und ihre Zentrale Joe?“ höhnte sie. „hätte ich das gewusst, nie hätte ich mich auf deine Pläne eingelassen,“ sagte Auphelia enttäuscht.

„Das ist nur ein klitzekleiner Teil vom Ganzen Auphelia“ erwiderte Joe ausweichend. „Ja klar“ sagte Waldersee bedächtig. „Ok, hier können wir zumindest besprechen wie es weitergeht, auf die Pläne von Joe, wenn da überhaupt welche sind, möchte ich mich nicht verlassen. Ich hab da doch weit bessere Beziehungen“ sagte Waldersee bestimmt und klopfte sich den Staub vom Mantel. „Also was haben wir?“ sortiere Waldersee.. „Ihr habt mich in der Hand, also was wollt ihr genau?“.

„Ich will ein leben im inneren Kreis führen!“ sagte Auphelia bestimmt und Joe erwiderte: „ich will ins Innere, weil ich ganz fürchterlich neugierig bin, wie ein paar Menschen es sich gut gehen lassen während andere hier draußen verrecken und im Nichtstun verblöden…“

„Also ihr wollte beide rüber? fragte Waldersee und hob elegant eine Braue. „Ich denke ihr habt wirklich keine Ahnung wie es im inneren Kreis aufgebaut ist.“ Waldersee überlegte was er den beiden wirklich erzählen sollte und wollte. Wollte er wirklich seine Zukunft und die Sicherheit des inneren Kreises gefährden? Doch als er tief in sich hineinhörte, fühlte er, das auch er dieses System nicht weiter verteidigen, noch rechtfertigen wollte. Er wusste das dieses System in dieser Form keine Zukunft haben würde und niemanden gerecht wurde. Die Inneren betrachteten sich selbst als Götter und den Rest, nur weil sie einen Ring entfernt abgeschoben wurden, als Objekte oder schlimmer noch.. als Abschaum.. entmenschter Abschaum.. nicht mehr ihresgleichen, nur noch zum Entertainment oder zur Belustigung gut und man munkelt sogar etwas von Menschenexperimenten an ihnen…

Auphelia riss ihn aus seinen Gedanken. Sie erzählte gefühlsschwanger, dass ihre Mutter (Gott hab sie Seelig) ihr schon als Kind prophezeit hat, das ihre kleine Prinzessin mal einen einen Aufstieg ins Innere machen würde und nun könnte es endlich wahr werden.

Waldersee stutzte bei den Worten, ihm fiel bei diesen Worten auf, dass er sich an seine Familie und sein Kindsein nicht erinnern konnte. Wieso kann ich mich nicht erinnern und wieso frage ich mich das erst jetzt?

„Ihr könnt euch also an eure Kindheit erinnern?“ fragte er die Beiden..

Auphelia und Joe guckten ihn mit großen Augen an.

„Ähem.. meinst du das ist jetzt der richtige Zeitpunkt um über die Kindheit zu sprechen Waldi? Oder willst du anhand deiner verkorksten Kindheit, eine mildere Strafe erlangen?“ fragte Joe zurück.

„Nein ich meine es ernst! Könnt ihr euch erinnern?“ erwiderte Waldersee.

„Ja natürlich! Antwortete Auphelia! Ich kann mich erinnern! Meine Mutter wurde ins Outback abgeschoben von einem Eliten und mein Vater ist schon vor meiner Geburt stiften gegangen. Ich lebe in dem Container meiner Geburt. Ja ich kann mich erinnern, sehr gut sogar! Und wenn ich im Inneren Ring bin, werde ich auch meine Mutter rächen, ich werde den finden der sie verurteilt hat.“

Und auch Joe nickte und sagte nur kurz:“ Ich kann mich auch erinnern, werde es aber nicht erzählen. Nun weiter zum Plan Waldersee, wir wissen also nicht was Sache ist und wie es im Inneren läuft.. gut dann erzähle es uns jetzt“.

Waldersee grübelte und seufzte: „ Anscheinend weiß ich es selbst nicht!“ Resigniert legte er eine Pause ein, setzte aber wieder an bevor Joe wieder dazwischen gretschen konnte.

Waldersee kam noch mal zurück auf seine Frage nach seiner Kindheit: „Versteht ihr.. ich weiß nichts mehr von meiner Kindheit, ich weiß nicht wer meine Mutter ist und war oder mein Vater war, zudem frage ich mich diese Frage erst jetzt. Also muß es etwas im inneren Kreis geben das viele Fragen der Existenz unterdrückt, etwas, das es hier nicht gibt. Auch eine Gehirnwäsche ist möglich und Neuprogrammierung. Ich habe übrigens niemanden jemals von der Vergangenheit sprechen hören. Und mittlerweile glaube ich, das ich eben so wenig Elite bin wie ihr. Auch ich wurde nur benutzt um dem eigentlichem Kern zu dienen.. Und dieser eigentliche Kern.. Wer könnte das sein? Ich kenne nur Leute wie mich im Inneren und die Arbeiter aus dem Mittleren Ring, die fast wie Roboter alles ausführen was wir sagen. Die innere Stadt ist das angebliche Machtzentrum, ich bekam aber auch Instruktionen als Chef der Medienanstalt was ich zu tun und was ich zu unterlassen habe. Ich bekam die Instruktionen von dem Ministerium. Menschen vom Ministerium sah ich zu den wenigen Events, die die Eliten im Jahr feierten.. Maskenbälle oder zu einem Bankett oder Gipfeltreffen, wenn auch andere Eliten aus anderen Kreisstädten anwesend waren. Es wurde über die aktuelle Lage, die Messwerte des Outbacks oder erhöhte Strahlungen in den Lebensmitteln gesprochen. Über Neuentwicklungen des biogenetischen Essens. Über Zusammensetzungen für Genveränderungen und über die sinkende Fruchtbarkeit der Frauen in dem mittleren Ring. Im inneren Ring schien es keine Kinder zu geben und demnach auch keine Mütter. Wieso war ihm das nie aufgefallen? Sein Job war es die besten Szenen heraus zu suchen und zu präsentieren, neue Elitenshows und Wettkämpfe zu erfinden und je nach Befehl die Asylanten alle Reality TV zu spalten oder zu einen. dies ging sehr gut über Medienmanipulation und Schnitt.

Es wurde oft über den Notwendigkeit des dritten Ringes diskutiert und über die Gefahren aufmerksam gemacht die dieser Ring für die Elite bedeutete, falls es zu einem Aufstand kommen würde. Die Wissenschaftler der Genetik, bestanden aber auf den Erhalt. Und die Soziologen sagten, das sie schon alles in dem Griff bekommen würden mit den gegebenen Mitteln: Reality-TV und freies Biogeneticfood und einigen Zusätzen die euch in das Essen zugegeben würde.

Die euch… in das Essen … zugegeben würde..“

Waldersee dachte nach, wann er zuletzt etwas gegessen hatte.. es muß fast 3 Tage her gewesen sein… „ Ja es können die Nahrungsmittel und die Zusätze sein.. für jeden Ring eine andere Einstellung.. bei den Eliten muß aber noch mehr passiert sein, so das sie ihre komplette Kindheit aus dem Gedächtnis verloren haben.“

Joe hörte interessiert zu, doch Auphelia war merklich ungeduldig..“Ich sehe nicht wie uns deine Schilderung in das Innere bringen kann!“

„Hab Geduld Auphelia, ich komme noch dahin! Doch es muß Hand und Fuß haben, sonst verschwenden wir unsere Zeit und unser Leben, auch wenn es noch so kläglich ist.“ sagte Waldersee.

Auphelia lachte höhnisch: „Als wenn du von einem kläglichen Dasein reden könntest!“

„Das kann ich meine Liebe, jetzt wo ich anscheinend wieder klare Gedanken fassen kann, darf ich das behaupten, dass anscheinend auch Eliten ein sehr klägliches Leben führen. Wer kann in diesem System überhaupt sagen dass er ein glückliches Leben führen würde? Vielleicht die Leute im Outback?“ sinnierte Waldersee weiter.

Joe schlug sich an den Kopf: „ Oh jetzt wird unser Waldersee auch noch ein Philosoph! Ist ja unglaublich, was ihm so ein bisschen Asylantisluft für Flausen in den Kopf setzt! Die Leute im Outback.. glücklich??? tze… Wie kommen wir nun in den inneren Ring Waldi?!?“ drängte Joe dem bald der Kragen platzte von Waldersees geschwurbel.

„Also gut.. “ erwiderte Waldersee und überlegte laut „über die Boten- oder Agenteneingänge geht es nicht, mit meinem Fingerabdruck und Augenscan komme ich entweder einmal rein oder entweder einmal raus. Was wisst ihr über die Sleepercentren? Sie stehen ja zur Grenze am mittleren Ring. Ist jemals einer von euch aus diesem Zentrum zurückgekehrt in den Außenring?“

Beide verneinten.. „Niemand kam jemals zurück.“ flüsterte Auphelia und sprach als hätte sie einen Geist gesehen.

„Da rauchen den ganzen Tag die Schornsteine, wohlmöglich machen sie aus den Träumern Biogenetic-Hackfleisch“ scherzte Joe.

„Nun gut, ich kenne auch niemanden der auf der anderen Seite hinausgekommen ist, außer Arbeiter und Wissenschaftler des Zentrums.. Ich denke der einzige Weg ins Innere für euch geht dennoch über das Sleeperzentrum.“ sagte Waldersee bestimmt.

„Das wäre unser sichererer Tod Walderchen, das würde dir wohl gut passen!“ erwiderte Joe „Vorschlag abgelehnt“.

„Gut dann hätte ich einen neuen Vorschlag. Ich gehe wieder zurück, und lasse euch durch meine Agenten festnehmen. Meinen Brief versteckt ihr hier im Ring irgendwo, aber bitte so das ihn keiner findet. Denn wenn meine Agenten euch ergreifen, durchsuchen sie euch auch und dann kann ich euch nicht mehr helfen, weil ich dann selbst dran bin. Wenn ihr dann im inneren Ring zum Verhör geführt wird, werde ich einen vertrauten Agenten bitten euch mal kurz aus den Augen zu lassen so das ihr flüchten könnt.. passiert es nicht so wie gesagt, könnt ihr ja den Agenten von dem Brief erzählen und habt mich so wieder in der Hand. Wäre das ok?“

Die Beiden überlegten…

„Auphelia kann ich schon irgendwo Unterschlupf geben,“ fuhr Waldersee fort “ doch bei dir Joe, weiß ich nicht so recht.. du mußt dir selbst was suchen.. aber vorsicht.. auch dort ist alles überwacht“ endete Waldersee und schielte mit ernster Mine zu Joe und Auphelia.

„Ich mach es! „ sage Auphelia und Joe nickte.. „ok! Was besseres fällt mir auch nicht ein.

„Also dann los, ich bringe dich raus Waldersee“ sagte der nun hektisch werdende Joe und öffnete die Tür. Erschrocken stellte er fest, das vor der Tür schon 3 Agenten auf sie warteten.. leider waren es keine Waldersee-Agenten. Alle 3 wurden nun in das gleiche Verhörzimmer im Inneren der Stadt gebracht.. und alle 3 sahen sich schon dem Tode im Outback nahe.. <<das war es wohl, du hässliche Welt.. >>  dachte Waldersee betrübt.

Im Verhör

Zeitversetzt vor 1 Woche

Da saßen sie nun Auphelia, Joe und Waldersee, wieder wie ein Häufchen Elend. Doch Waldersee nun wieder voll in seinem Element, da er auch der Einzige war, der wusste was nun passiert, da er diese Verhöre und die Abschiebung danach schon oft vollzogen hatte ohne mit der Wimper zu zucken. Nun.. und das wusste er mit Bestimmtheit, würde er dies nicht mehr tun oder geschweige denn tun können oder wollen, die Alsylantisluft hatte ihn verändert! Könnte er nur die Zeit zurückdrehen, vieles hätte er anders gemacht. Bitterlich trauernd sah er Auphelia an, die nun das gleiche Schicksahl ihrer Mutter teilen mußte. Hoch hinaus wollte sie.. doch leider war es der falsche Weg. Und Joe.. hach naja ein Spinner der glaubte die Welt zu kennen, der meinte das er ein cleverer Undercoverunderdog war.. nun ja viel Spaß im Outback.. doch trotzdem tat auch Joe ihm leid. Zum ersten mal, erkannte er das er Gefühle hatte. Gut! Lust und Begierde hatte er auch vorher verspürt doch eine Art Mitgefühl war ihm bisher völlig Fremd gewesen. Das Gefühl definierte er als süßlich, warm und traurig.  Die Tür ging auf und wie von Waldersee erwartet, kamen die drei Agenten und an ihrer Spitze dieses machtgierige, herzlose Weib Meredeth, die seit ihrer Ankunft aus dem Nichts hinter seinem Posten her war. Jetzt bekleidet mit einem schadenfrohem Grinsen, setzte sie sich an die Stirnseite des Tisches. „Nun Waldersee.. das sie so tief sinken würden wegen einer Asylantierin hätte ich nicht gedacht! Aber deswegen haben Männer an der Spitze auch nichts zu suchen, ihnen rutscht zu oft das Gehirn in die Hose. Gut das sich das jetzt ändern wird…. Ich bin noch am überlegen, wie ihre Anklage verlauten wird.. Hochverrat und damit der Tod oder nur Mißbrauch des Amtes und damit Abschiebung ins Outback was wohl auch der Tod währe oder nur Versagen im Amt und Abschiebung in den mittleren Ring. Bei dem was mir die Agenten erzählt haben während Ihres Plauderstündchens in der Klärgrube, müsste ich sie eigentlich des Hochverrates anklagen lassen… Doch irgendwie ist mir heute zu Sentimental als das ich das durchziehen würde.. Ich glaube ich werde milde walten lassen und sie mit ihren neuen Freunden ins Outback schicken.“ säuselte Meredeth.

„ohhh nein!“ schrie Auphelia, nicht ins Outback! Dann töten sie mich lieber gleich.

„Sei still, du hast hier nichts zu verlangen“ entgegenete Meredeth und hielt eine forderne Hand Ihrem Agenten hin…“gib mir den Liebesbrief“. Sie las ihn sich noch einmal durch und entließ alle ins Gefängnis um die Anklage zu übermitteln. Danach ging sie in ihr Apartment um sich mit einem Gläschen Champus zu vergnügen. Ihr Job als Medienmogulin war gesichert nun weiter nach oben bis ins Ministerium. Gut.. rebellische Ansätze wie die von Waldersee hätte sie gebrauchen können, doch jetzt noch nicht. Erst wenn sie dias volle Vertrauen hätte und einzug halten würde in die Elite hätte sie Rebellentum schon gebrauchen können. Doch Waldersee hatte zu dumm und kurzsichtig gehandelt und würde alles nur gefährden. Wenn sie, Meredeth, dann endlich an der Spitze stehen würde könnte sie endlich dem ganzen ein Ende bereiten.. evtl auch der ganzen Menschheit.. Der Mensch war einfach nicht fehlbar und nicht wert der verbrauchten Luft.

Schon am nächsten Tag wurden die drei ins Outback entlassen.. Meredeth befahl das speziell diese Häftlinge einen kleinen Vorsprung bekommen sollten, und nicht direkt hinter den Toren ausgesetzt werden sollten, weil dort die kanibalistischen Outbacks auf Frischfleisch warten sollen. In einem Panzer wurden sie also, 20 km weiter weg gefahren, bekamen noch Wasser und Proviant und in die ringlose Freiheit entlassen.

Emili und der Sohn der Merry

Wieder im Jetzt…

Als die zwei Agenten kamen um die Kinder zu holen, waren die Kinder gerade dabei sich selbst auf den Weg zu machen, um durch den toten Winkel der Abwehrschirme und Kontrollmonitore zu kriechen.. Die Agenten konnten aber noch das Mädchen am Fuß packen so das der Junge freiwillig wieder zurückkroch. Nun saßen die Kinder in einem Apartment, hoch in den Wolken und bestaunten den Ausblick. So einfach war es also in den inneren Kreis zu gelangen..? Was würde nun mit ihnen geschehen? Würden sie getrennt werden? Das Mädchen das sich Emili nannte blickte aus dem Fenster in den zweiten Ring hinein.. sie meinte sogar ihr Zuhause erblicken zu können…

„Dort guck mal! Da war ich… Zuhause“ rief sie aus und zeigte mit dem Finger auf einen Wohnblock der wie alle Wohnblöcke des zweiten Ringes aussah.

„Wieso meinst du dass jenes dein Zuhause ist? Die Häuser sehen doch alle gleich aus, und es gibt viele von ihnen.“ meinte der Junge.

„Ich weiß es weil die Schule gleich nebenan war und das wichtigste ist, wir haben einen Apfelbaum vor unserem Wohnblock. Ich hab mir sagen lassen, das es der Einzige war im gesamten Ring.“ sagte Emili. Jetzt sah auch der Junge den winzig kleinen Baum vor dem Block…

„oh ein Apfelbaum.. schwärmte er.. „noch nie habe ich so eine Frucht in echt gegessen, doch meine Mutter erzählte mir von diesem Baum. Sie erzählte es mit einer Geschichte. Sie erzählte von Adam und Eva und dem Baum der Erkenntnis, von dem die beiden aßen und aus dem Paradies vertrieben wurden. Sie aßen die Frucht weil sie der Neugierde nicht widerstehen konnten… ach ich vermisse meine Mutter so sehr,, und ich weiß das sie noch am Leben ist..denn ich wüsste es auch wäre sie tot.. Ich kann es spüren in meinem Herzen das sie noch lebt und ich sie finden werde.

Emili seufzte.. „komischer weise vermisse ich weder meine Eltern noch mein Leben im mittleren Ring, aber den Apfelbaum, den vermisse ich! Der war mein Freund. Die Eltern sagten zwar ich dürfe die Früchte nicht essen, weil sie verseucht sind, doch ich habe erst vorsichtig einen Bissen davon genommen.. nichts passierte und so aß ich den ganzen Apfel, und jeden Tag einen weiteren. Niemand aß mir die Früchte weg, weil alle glaubten die Äpfel wären giftig. Das war glaube ich auch die Zeit wo ich anfing vieles nicht mehr zu glauben was die Eltern oder die Lehrer sagten. Das war die Zeit in der ich sah, das es kein lebenswertes Leben war das wir hier führen.. und eine kurze Zeit später habe ich die Lücke gefunden und dich beobachtet.. und die Welt hinterm Zaun.. Das Grau in Grau der Container und die ganze Verwahrlosung bei euch. Ich habe mich gefragt, wie es dazu kommen konnte, das ihr nichts mehr tut, das ihr es euch nicht wenigstens ein bisschen schön macht.“

Der Junge antwortete: „bei euch ist alles weiß in weiß und alles gleich, ich denke nicht das ihr es schöner macht oder schöner habt oder streicht ihr eure Häuser selbst? Bei uns ist es durch die Sinnlosigkeit gekommen.. „Warum“, fragen sich alle sollen wir etwas tun, oder es gibt nichts zu tun? Der Container ist nicht unser, kein cm Land ist unser, keine Arbeit keine Beschäftigung können wir verrichten. Unser Essen wird vorgekocht, bereitgestellt uns serviert im foodcenter, wir haben keine Aufgaben, keine Verantwortung oder Sinn, und wir haben keine Mittel etwas zu verändern.. Also ist es klar das alles so ist wie es ist. Wie gern wäre ich im mittleren Ring aufgewachsen, dann wäre meine Mutter auch noch bei mir und wir hätten Sinn und etwas zu tun und ich könnte zur Schule”

Emili ließ sich dies einige Zeit durch den Kopf gehen und erwiderte dann:“ Nein ganz so ist es nicht wie du es beschreibst! Wie du richtig erkannt hast, ist alles gleich.. es ist gleich, weil alle gleich sein müssen. Wer aus der Reihe tanzt wird erst in eine Erziehungsmaßnahme gesteckt, wobei die Verwandten immer mit hineingezogen werden.. die werden auch neu Erzogen oder ihnen werden Ränge und Streifen aberkannt.. es kann sogar so weit gehen das sie ganz ausgestoßen werden in das Outback! Niemand wird abgeschoben in den äußeren Ring, ich denke sie haben Angst das dann der eine vom anderen weiß. Es geht gleich ganz hinaus. Nein wer da nicht tut was ganz klar auf 10Gig Gesetzestext kleinlich geregelt ist, wird bestraft.. Deswegen arbeiten und tun alle wie rote Ameisen und wollen auf keinen Fall auffällig werden. Meine Eltern.. wenn es denn wirklich meine Eltern sind, empfinde ich als herzlos. Nie waren sie freundlich zu mir, oder haben mich in den Arm genommen… nein.. ich will nie wieder zurück in diese Welt.“

„Ich verstehe..“ sagte der Junge.

Doch Emili sah das er gar nicht richtig zugehört hatte, und es anscheinend ihr auch nicht glauben noch wirklich wissen wollte. Er hatte sich sein eigenes Bild gemacht und wollte es sich nicht zerstörenlassen, so schaltete er auf Durchzug. Also unterließ Emili es, weiteres aus dem mittleren Ring zu erzählen.

Meredeth lehnte an der Tür zum Apartment der Kinder, fuhr mit der Hand zum Öffnerknopf, drückte aber nicht… Sie traute sich nicht hinein. Wie nur sollte sie Ihrem Sohn dies alles erklären?… Max.. mein Mäxchen.. mein kleines Baby… (Und so bekam auch der Junge seinen Namen wieder zurück) Das Erinnern an früher machte Meredeth zu schaffen, es warf ihre gesamten Pläne durcheinander und zudem tauchten nun diese starken Schuldgefühle auf. Wie sollte sie ihrem Sohn jemals wieder unter die Augen treten können? Sie war einfach gegangen, hatte ihn verlassen, vergessen.. und wollte obendrein noch die ganze Welt in die die Luft jagen inklusive ihm.. Den Menschentum eine Ende setzen.. Und was war nun? Da war nun zumindest ein Menschlein, dem sie dies niemals antun konnte..

Aber diese Welt kann man auch niemanden antun… Meredeth fühlte sich zerrissen.. Beschwichtigend tröstete sie sich, dass sie nicht die Schuld trug an dem Vergessen ihrer Vergangenheit.. Doch das sie ihren Sohn verlassen hat, war ein nicht wieder gutzumachender Fehler. Es war ein Selbstmord, nein noch schlimmer es war ein Verrat. Sie konnte so ihrem Kind nicht begegnen. Meredeth beschloss also noch nicht zu den Kindern hinein zu gehen, stattdessen einen Agenten als Spielgefährte und Aufpasser zu schicken.

Max

Vergangenheit…

Es gab ja auch noch einen Vater von Max…

Nachdem seine Marry in das Sleeperzentrum gegangen war um dort für den Rest ihres Lebens zu Träumen. War für ihn auch sein Leben vorbei. Ähnlich wie Murry der Glotzer, verbrachte er seine Tage und Nächte damit, Reality-TV anzugucken.. oder so zu tun… denn richtig hinhören und gucken konnte er auch nicht mehr. Er war nicht mehr als ein lebendiger Toter. Das einzige was sein Sohn von ihm hatte, war ein ab und zu abwesendes Nicken, sobald Max zur Tür hineinkam. Im Grunde war Max zum alleinerziehenden geworden, was in heutiger Zeit aber auch nichts schlechtes war, denn in eine Adoptions“Familie“ hineingesetzt zu werden war kein Zuckerschlecken. Meist wurden diese Kinder ausgebeutet in jeglicher Form. Niemand war glücklich oder hatte eine Zukunftsperspektive. So war er seinem Vater zumindest Dankbar das er nicht auch in das Sleeperzentrum gegangen war.

Der Eintritt in das Sleeperzentzrum für Lebensmüde, war eh erst ab 25 Jahren, so war dies auch nicht der Weg für Max dem Ring zu entkommen. Dem Leben wollte er nie entkommen. Trotz aller Warnungen aus dem TV verbrachte er viel Zeit draußen unter freiem Himmel und spielte meist einen Agenten aus dem inneren Ring oder bastelte etwas aus Müll und alten Containerteilen. Spionierte herum, nahm jeden Dreckfetzen auf um ihn als Beweismittel aufzubewahren. Wie schon erwähnt war das Sleeperzentrum sein Stammplatz für Spionage, Gedanken und auch Trauer um seine Mutter. Oft hatte er sich gefragt, warum sie ihn allein gelassen hatte. Und wie Kinder so sind, hat er die Schuld in sich gesucht. Er war nicht gut, nicht liebenswert, nichts wert, das muß der Grund gewesen sein nahm er an. Natürlich auch diese Zustände hier im Asylantisring, natürlich waren diese auch der Grund gewesen.

Seine Aggressionen ließ er manchmal an den wenigen Kindern in der Umgebung ab, dennoch war dieser Ring durch die Totalüberwachung auch dafür nicht geeignet, denn all zu große Verstöße, hätten ihn auch als Kind schnell in das Outback gebracht, und seine Mutter hätte er somit nie wieder gesehen… Aber wer weiß? So richtig weiß niemand Bescheid was im Outback eigentlich wirklich war, vielleicht waren die Kreaturen ja glücklicher als wir?

Mittlerweile ist Max 12 Jahre alt. Seine Persönlichkeit ist durchwachsen mit, Trauer, Stärke, Schwäche, Wertlosigkeit und er ist immer noch auf der Suche nach Anerkennung, Aufmerksamkeit und vor allem Liebe… Und all das, konnte ihm bisher niemand in der Enklave bieten… bis er …

Emili traf!

Sie war die erste die ihm zuhörte, die anscheinend sogar mit ihm Mitfühlte. Auch wenn er nicht verstand warum Emili so litt an ihrer Umgebung im zweiten Ring. Sie hatte Eltern, konnte zur Schule gehen und später etwas sinnvolles für die Welt tun! All das war Max verwehrt, und teilweise kriegte er sogar Aggressionen wenn er Emilis Schilderungen hörte aus dem zweiten Ring. Was wäre wenn das stimmen würde? Das wäre ja alles vollkommen Sinnlos und nicht Lebenswert in diesem menschlichen System. Dann gäbe es überhaupt kein Ziel mehr oder entrinnen. Nein das konnte nicht wahr sein oder Emili war halt zu zart beseitet…! Bevor er einen Wutausbruch bekam, stellte er bei solchen Gesprächen dann lieber die Ohren auf Durchzug. Doch nun war er und Emili hier.. im Kern der Welt! Das Ziel?! Nein das Ziel war seine Mutter. Das war sein Antrieb. Er wollte wissen .. aus ihrem Munde, warum sie ihn verlassen hatte.. und je nach Antwort, hätte er ein Ziel oder nie wieder eines….

Meredeths Erinnerung

Wer nun glaubt Meredeth hätte den Durchblick und die Macht, der täuscht sich! Durch das Leck im Gedächtnis war sie zum einen verwundbar geworden aber zum anderen hatte sie dadurch auch mehr Hintergründe und Wege zu dem „wie der Hase läuft“ erhalten. Murry, der Mann bei dem die Gehirnwäsche offensichtlich eher zur Verwirrung mit kleinen Merkmalen aus dem atlgen Leben geführt haben, war auch zum Ballast geworden. Er hängte sich an Meredeth als sei sie nun auch seine Mutter, die sich um ihn kümmern muss oder seine Frau? So ganz wurde sie aus seiner Mischung zwischen Hilflosigkeit, geistiger Umnachtung und Antäschelei nicht schlau, doch irgendwie war da doch etwas wie Mitleid oder gar Mitgefühl für ihn. <<Wenn das jemand mitkriegt, verliere ich sämtlichen Respekt bei sämtlichen Angestellten und Vorgesetzten! Ich muß ihn irgendwie mundtot und bewegungstot machen>> dachte sie. Doch mit ihrer neuen Verwundbarkeit ging das gar nicht so einfach. Also schloss sie Murry tagsüber in seinem Bürozimmer ein und abends, brachte sie ihn in einem Zimmer in ihrer Nähe , schloss aber auch dort die Tür ab. So war Murry unbewusst von einem Gefängnis in das nächste gestolpert, bildete sich aber tatsächlich ein, das Meredeth wohl seine Frau gewesen sei und insofern wohl immer noch ist. <<Irgendwann wenn ich mich hier ein bisschen besser auskenne, werde ich auch wieder mehr Sicherheit gewinnen und mein Recht als Ehemann einfordern>> dachte er sich, etwas kurzgedacht, in seinem Wechsel zwischen Büro und Zimmer. Meredeth saß an ihrem Schreibtisch und schob den Berg beiseite, den sie eigentlich hätte bearbeiten müssen. Ein paar Tage nur im Amt, und schon ließ sie anscheinend alles schleifen. Doch sie mußte herausfinden wie und wer dieses grausame Spiel mit der Menschheit spielt, um dann einen finalen Plan zu spinnen.. oder mehrere.. denn das festhalten an Plänen und damit untergehen, wollte sie lieber den Lenkern dieses Systems überlassen. So wie das hier alles aufgebaut ist, ist es ein sehr steifes System und mit Kreativität und Flexibilität leicht zu unterwandern. Doch sie war halt nur eine, wenn auch besessen und vor allem mutig! Doch eine gegen wie viele? War das sinnvoll?

Das Ministerium

Das Ministerium bildete quasi die Regierung einer Kreisstadt. Da Meredeth aber auch News von anderen Kreisstädten erhielt, wusste sie das die Städte alle gleich aufgebaut und geregelt wurden. Ihr erstes Gipfeltreffen das in der nächsten Woche auf sie wartete, würde sie sicher einen Schritt näher zu dem wahren Regenten und dem eigentlichem Systemaufbau bringen….? „PLING“ Meredeth schreckte hoch. Das war das Zeichen für eine wichtige email und sogleich sah sie in die Box. Eine Email vom Ministerium an sie persönlich. Leider war der Absender das „Ministerium“ ohne einen Namen dahinter. Das Ministerium verlangte also einen persönlichen Bericht von ihr über die Vorfälle mit Waldersee. Ebenfalls ordnete es einen Gesundheitscheck für Sie an, denn nur „geistig“ Gesunde und hoch Privilegierte durften an solch einem Treffen teilnehmen. Ebenfalls mußte sie einen Eid ablegen bevor sie zum Gipfeltreffen zugelassen würde. Sie stöhnte.. „ok du schaffst das Meredeth“ dachte sie. Schrieb zuerst den Bericht über Waldersee, erwähnte nur nebenbei das er ein paar Meter weiter gefahren wurde, aufgrund seiner vorherigen Stellung angemessen. Bevor irgendeiner von den Fahrern noch verhört wird und es mit ihrem Bericht nicht stimmig sein könnte.. Lieber ein kleines Zugeständnis. Anscheinend ist hier einer misstrauisch geworden beim Ministerium, sonst hätte sie sicher nicht diese ganzen Auflagen bekommen. Nun gut.. auch den Gesundheitscheck wollte sie etwas manipulieren. Sie hatte noch ein paar Informationen aus dem Sleeperzentrum erhalten. Auch sie selbst war nicht vollständig in den Schlaf gefallen. Sie erinnerte sich an einige Momente des Wachtraums, mit jedem wacher werden, kam sofort eine weiß gekleidete Person die das Rädchen am Tropf etwas weiter öffnete. Danach fiel sie wieder in einen tiefen Traum.. körperlos und unbewusst, wer sie ist und wo sie ist. Doch die Zustände und Wachträume häuften sich, und sie fing an Ehrgeiz zu entwickeln, auch hier das System zu unterwandern. Sie fing an zu meditieren. Sie nahm zwar die scheinbare Außenwelt wahr, doch blieb regungslos liegen auch in ihrem Geiste. Immer länger wurden die Abstände zwischen dem Alarmsignal des Monitors, der wieder eine Schwester alarmierte das Rädchen zu drehen, und den Momenten des einfachen Wahrnehmens. Noch erstaunlicher war es, das sie die Momente des Wachens in Erinnerung behielt. Sie konnte Aufschriften auf der Flasche im Tropf lesen ohne das sie den Kopf bewegte. Sie konnte andere Schläfer sehen, viele Monitore und Gänge. Sie entglitt dafür aus ihrem Körper und schwebte durch die Gänge und Zimmer.. während ihr Körper selbst ohne Monitorwarnzeichen im Krankenbett verweilte. Dies war also das Sleeperzentrum von innen? Viele Menschen lagen hier, alle mit Tropf und Monitor im hellen Licht. Ein Wissenschaftler streifte an ihr vorbei und befragte eine Schwester über die Neuzugänge und ihre Qualitäten. Neugierig schwebte Meredeth hinterher. „Diesmal eher etwas für den grauen Raum! Eine ist nur dabei, deren Gene noch intakt sind und geistig anscheinend hoch entwickelt! Macht nur etwas Probleme bei der Depersonifizierung! “ Erwiderte die Schwester. „Ach ja? Nun dann lassen sie uns die Frau doch mal nachuntersuchen, wir brauchen unbedingt mehr Qualifizierte!“ sagte der Wissenschaftler während sie in die Richtung von Meredeths Krankenbett schwenkten. „Oh! Dachte Meredeth.. vielleicht meinen sie mich.. ich kehre mal lieber zurück. Und als die beiden an Ihrem Bett ankamen, war sie auch schon wieder in ihrem Körper und hörte wie der Monitor ein Warnzeichen von sich gab. „Sehen sie Professor! Schon wieder wird sie wach! Ich weiß nicht wie viel Ambipolax ich noch in sie hineinpumpen soll, ohne das am Ende ein verwirrter Geist herauskommt…..“ schimpfte die Schwester. „Schhhhh… Schwester, sie wissen genau, das wir in der Gegenwart von Schläfern nicht ins Detail gehen dürfen.. erst recht nicht vor einer Wachenden… mäßigen sie sich!“ flüsterte der Professor. <<Wenn die wüssten!>> dachte Meredeth. Der Professor guckte auf den Monitor, ließ noch einen Metascanner herbeiholen um die Gehirnströme zu messen. Las aufmerksam die Gen-Analysen und Berichte über die Frau.. Nickte und gab das Zeichen wieder am Rädchen zu drehen… dennoch bewirkte die einströmende Flüssigkeit nichts mehr bei Meredeth.. sie war schon wieder aus ihrem Körper entwichen und hörte noch wie der Professor beim rausgehen flüsterte..

„keine Erinnerung, dennoch hochbegabt und vor allem kein Mitgefühl, wertvolle Gene! Die wird etwas besonderes! Ich werde sie nominieren.. Danke Schwester! Bitte leiten sie nur noch Heute ein und morgen werden wir sie wecken und auf ihre Rolle vorbereiten, bevor wirklich noch eine Geisteskranke herauskommt!“.

„Aber Professor!“ erwiderte die Schwester nervös..“ das ist doch sicher noch zu früh! Was wenn es nicht vollständig….?“ weiteres wollte sie aufgrund der Maßregelung des Professors nicht sagen..

„Das geht schon! Ich nehme die Akte mal mit“ würgte der Professor die Schwester ab und verschwand.

Meredeth überlegte kurz ob dies alles zu ihrem Traum gehörte, den man ihrin der Werbung für das Sleeperzentrum versprochen hatte… Doch sie dachte sich, das sie mit Sicherheit so einen Traum nicht träumen würde.. Weiter überlegte sie, warum sie eigentlich hier war, und was vor diesem Zentrum gewesen war, an das erinnerte sie sich tatsächlich nicht mehr.. Dennoch war da ein Gefühl… Ein sehr Schmerzvolles, dem sie lieber entrinnen wollte… So folgte sie der Schwester in einen anderen Raum. Einen grauen Raum und hielt diesen Anblick nun doch für einen Traum, oder eher für einen Albtraum. Aufgeschlitzte Bäuche und zerlegte Einzelteile von Lebewesen. Waren es mal Menschen gewesen? Hinten ein Haufen mit diesen Körperteilen. Die Schwester schüttelte den Kopf und ließ ihren Frust an einen Angestellten aus, der doch endlich hier einmal aufräumen sollte, und die nicht nutzbaren Kadaver wegbringen sollte.. Er wüsste schon wohin, meinte die Schwester. Dieser Angestellter sah nicht besonders intelligent aus, dennoch war er kräftig, folgte dem Befehl der Schwester und machte sich an das Werk. Die Tür schlug wieder zu und Meredeth wollte lieber wieder zurück in ihren Körper als in diesem Albtraum zu verbleiben. Ein paar Tage später nahm dann Meredeths Schicksal seinen Lauf. Mit der Hilfe des Professors und körperlichen Zugeständnissen ihm gegenüber.. schwang sie sich ein Treppchen nach dem anderen hinauf, bis sie hinter das Geheimnis des Waldersees kam um auch die Hürde auf den Chefstuhl im Flug zu nehmen.

Dank dieser Erfahrung im Sleepercentrum würde sie einen „Gesundheitsscheck“ ohne Probleme überstehen können..

Wüsste sie nur mehr Insiderinformationen über das Gipfeltreffen und das Ministerium! In diese Richtung spionieren zu lassen war ein klares Todesurteil! Nicht das sie davor Angst gehabt hätte, dennoch hätte sie damit nichts erreicht .. und das war schlimmer als der Tod! Also.. auf ins Ungewisse..

Die Aussätzigen

Es war noch früh am Morgen als die drei Ausgestoßenen in einem Panzer gen Westen gefahren wurden. Waldersee war seit dem Urteil in sich gekehrt und hatte schon innerlich mit dem Leben abgeschlossen. Doch als er bemerkte das sie anscheinend weiter hinausgefahren wurden als üblich, meldete sich eine frische Briese an Lebenswillen zurück. <<Aha >> dachte er…wer auch immer dies veranlasst hatte, er war wohl nicht auf einen schnellen Tod der Aussätzigen epicht. Vielleicht gab es ja doch noch eine Chance, auch hier im Outback zu überleben? Im inneren Kreis, waren Gespräche über das Outback und ihre Bewohner tabu gewesen. Außer ständige Umweltwarnungen und Messungen war darüber nichts zu erfahren und durfte auch nicht auf Sender. Der Tv-Sender hatte quasi 3 Klassenprogramme, die gezielt manipuliert wurden. Der innere Kreis nur hatte die Möglichkeit zwischen den Programmen zu wechseln, doch laut Meldungen der Datenzentrale bevorzugte das Gros der Eliten, Sendungen über käufliche Neuheiten oder Gesundheits und Fitnessprogramme. Mit was sich die Eliten in ihrer Freizeit beschäftigten wusste er nicht, er wußte nur was er in der Zeit gemacht hatte.. Er hatte sich die schöne Auphelia angeguckt, und war in eine Traumwelt abgetaucht die eine Mischung aus Cinderella und Superman war.

Ansonsten fand er immer Spaß an wissenschaftlichen Kreisen, bei denen Prognosen erstellt wurden, wie die Bevölkerungsschicht reagiert bei verschiedenartigen Manipulationen… Wortkreationen wurden erschaffen und manipulativ eingesetzt oder bestehende Worte verdreht um eine Verwirrung zu schaffen oder anregten diese manipulativen Wörter zu wiederholen und in den Altag zu integrieren. Je nach dem was gerade in der Agenda angesagt war, wurden Worte und Trends erfunden oder wiedergefunden oder als Spalter gesetzt. Das Spiel lief ja schon lange, das Spiel eines Kontrollstaates der hauptsächlich auf Angst basierte um die Leute gefügig zu machen. Für ihn aber bot es keine kreative Herausforderung mehr, zu durchschaubar waren die Strategien auf die trotzdem alle hereinfielen oder Augen, Mund und Ohren aus Angst verschlossen. Das Hauptsystem der Kontrolle, verblieb auf der Angst. Angst außgestoßen zu werden und mit dem Einzelnen auch die gesamten Angehörigen. Wenn also einer für sich beschloss den Märtyrer zu spielen, so konnte er davon ausgehen, das auch die mehr oder weniger geliebten Angehörigen mit dran waren. Dies war auch Hauptsächlich das Programm für den mittleren Kreis, die mit diesen Methoden gefügig gemacht wurden. Alles war streng geregelt und Gehirngewaschen.

Der Staat wird es für euch regeln. Geburtenkontrolle, eingriffe in die Genetik durch künstliche Befruchtung und sogar der Partner wurde vom Staat ausgesucht, da angeblich die Gefahr des Gendefektes durch die geringe Vielfalt der Bevölkerung sehr hoch war. Da man aber herausgefunden hatte, das Retorten nicht resistent genug sind gegen hiesige Viren, Bakterien und Umweltbedingungen, wurden die halbnatürlichen Geburten vorgezogen. Die mittleren bekamen mit ihrem täglichem Check im Gesundheitszentrum irgendwelche Hormone verpasst um die Sexualität zu mindern. Bei diesem Check wurden auch die Gehirnströme kontrolliert und die Zeit der Eisprünge, war ein „Pärchen“ bereit, wurde es gekreuzt auch dies unter ständiger Beobachtung. Als ehemaliger Chef des Medienzentrums, hatte er natürlich auch Zugang zu diesen Begattungskammern. Hier und da gab es Anfragen zu diesen Szenen aus dem Ministerium, ohne Namen und Gesicht. Die Leute aus dem Ministerium, waren nur über Kennzeichen ihrer anonymen Mailboxen zu erreichen.

Das darwinistische Prinzip hatte auch in der Begattung Vorrang, und wer keine guten Gene oder Arbeitsleistungen brachte, war nicht mehr als eine Drohne ohne Zukunft. Im ganzen Zentrum für Medien, konnte er sich nur an einen erinnern, der ein „Gewachsener“ war. Das hieß, das es einer aus dem mittleren Ring war, der eine bestimmende Position im inneren Kreis erarbeitet hatte und somit das Recht hatte in den inneren Kreis zu wechseln. Sehr selten hörte man von solchen Menschen die es vom mittleren Ring in den Kern geschafft hatten.. doch auch Waldersee empfand sich selbst nie als wirklich informiert, auch wenn er Informationen verbreiten mußte.. zu vielem hatte auch er keinen Zugang und war auch für ihn ein Buch mit sieben Siegeln.

Nach Waldersees frühsten Erinnerung, fing alles in einem kleinen hell beleuchteten Zimmer an. Er bekam Aufgaben im Medienbereich die ihm anscheinend von der Hand gingen.. Immer mehr fing er an auch andere anzuleiten und zu kommandieren. Nie hatte er sich gefragt, woher er diese Kenntnisse hatte oder wie sein früheres Leben war. Er war quasi mit 30 neugeboren worden, doch das hatte ihn nie dazu veranlasst sich zu fragen.. <<und was war davor? Woher komme ich?>>

Er hatte ganz klar Macherqualitäten und Ehrgeiz und einen für ihn noch unergründeten Antrieb, es bis an die Spitze zu schaffen.. und somit war der Aufstieg vorprogrammiert. Während Bernette, der „Gewachsene“ mit seiner gehobenen Position durchaus zufrieden war und keine weiteren Anzeichen machte, weiter kommen zu wollen. Die anderen aus dem Zentrum, waren ganz klar Drohnen die am Abend wieder zurück in den mittleren Ring mußten und am morgen kamen um „Service“ zu leisten. Bernette als Wahrzeichen und Motivation für einen der Gewachsen war, war immer eine gute Motivation für die Drohnen aus dem mittleren Ring.

Er war ein Idol!.. Er hatte es geschafft…! Für die wenigen die überhaupt noch ein Ziel oder Antrieb hatten.

Ich denke Bernette wurde nur als Wahrzeichen an die Position gesezt, denn von seinem Können und Willen her, konnte sich Waldersee nicht vorstellen das er diese Position wirklich ausfüllen konnte. Es hatte Waldersee genügt, sich schnell auch über seine Position hinwegsetzen zu können, denn von so einem wollte er sich nichts sagen lassen müssen.

Aber auch er stagnierte an der Spitze des Medienzentrums.. Ein Posten im Ministerium reizte ihn nicht, zu anonym und namenlos erschien es ihm.. zu wenig Egozentrik und Rampenlicht. Hinzu kam seine Macht über die Kameras die er als Medienmogul inne hatte,.. und vor allem die Macht über die Kamera von Auphelia.. Mit ihr hatte sein Antrieb es noch weiter und tiefer in die Regierung zu schaffen, sofortig geendet… Alles was er wollte, war sie und die wärme die er verspürte, wenn er sie ansah. Liebe? Oder doch nur Begierde? Eine Frau aus dem inneren Kreis, hatte er nie für interessant gehalten. Sie waren so künstlich und besessen von den käuflichen Neuheiten, so das sie eher eine Austrahlung einer Gummipuppe hatten als eine so echte und wilde wie Auphelia. Aber Liebe… Liebe?

Ja da hatte Auphelia wohl recht! Liebe konnte man nicht nur am Äußeren fest machen.. Doch Waldersee war der Meinung das er durchaus tiefer gucken konnte als Auphelia es sich vorstellen konnte. Und ja er hatte sich in sie verliebt und hielt und hält dieses bis jetzt für wahre Liebe. Nichts hatte sich geändert an seinen Gefühlen.. Doch diesen Weg und dieses mögliche Ende hatte Auphelia nicht verdient. Er würde nun alles tun, um sie zu beschützen und sie zu versorgen, sollte dies im Outback möglich sein… Vielleicht würde dann auch Auphelia sich in ihn verlieben können… denn dieser Joe schien keine Konkurrenz. Währen Waldersee so weiter vor sich hinsinnierte weinte sich Auphelia die Augen aus…

Keine Minute verging, ohne das eine Träne aus ihren schon rotgeschwollen Augen liefen. Sie konnte es nicht fassen, das es so weit kommen mußte, das alles anders gelaufen ist, als sie es erwartet hatte… Joe hatte ihr so viele Versprechungen gemacht und mit seiner großartigen Untergrundbewegung geprahlt, die anscheinend nur aus ihm selbst bestand. Wie konnte sie nur auf diesen Prahlhans hereinfallen? Nun dies würde ihr Leben kosten.. hätte sie doch nur dem Waldersee getraut und darauf vertraut das er sie holen würde.. anscheinend liebte er sie wirklich.. schrieb er doch diesen verhängnisvollen Brief, mit dem alles Übel anfing. Joe fand den Brief und war ab so fort ihr persönlicher Begleiter, der unendlich manipulativ auf Auphelia einwirkte. Warum hatte sie Joe nicht abgewimmelt und sich einlullen lassen? Keines Blickes würdigte sie mehr dieser Niete, aber auch Waldersee guckte sie nicht mehr an.. auch er ein Versager .. wollte er doch nur seinen Brief und damit sich selbst retten, als sie..

Sie war unendlich wütend auf sich, Joe und auch auf Waldersee… Ab und zu schielte sie doch zu Waldersee rüber, der seit Tagen so ruhig und in sich gekehrt war.. nun aber anscheinend wieder etwas aufwachte.. irgendeinen Plan wird er schon haben.. Ich werde mich ihm anschliessen, dachte Auphelia.. was blieb ihr auch anderes übrig.. was gleich im Outback passieren würde, kannte sie nur über unendliche Horrorgeschichten und Hörensagen und ständige monströse Geräusche, die wenn der Wind vom Westen kamen über die erste hohe Mauer nach Asylantis hinein wehten… Sollte sie sich wirklich wieder Hoffnung machen, das es ein Weiterleben geben würde? Wie auch immer.. am meisten hatte sie Angst vor dem sterben.. denn bei lebendigem Leibe gefressen zu werden von menschenartigen Kreaturen, das war das schlimmste was sie sich vorstellen konnte.. Sie hoffte für sich das sie in dieser Situation irgendetwas finden würde, um sich selbst töten. zu können. Die Tür vom Panzer öffnete sich. Ein Soldat zerrte die drei aus dem hinteren Käfigabteil, schmiss noch 3 Packs mit Wasser und Lebensmitteln in den Sand. Stieg wieder in den Panzer und verschloss die Tür von innen… Der Panzer wendete und fuhr zur Kreisstadt zurück, während die Drei, der kargen Landschaft ins Antlitz blickten.

Keine Menschenseele in Sicht, zum Glück! Aber auch keinen Schutz oder ein Dickicht zum verstecken. Eine Tundra.. rot verwelkt.. und über ihr ein verstaubter, rötlichgelber Himmel. Die Kreisstadt war nicht mehr zu sehen, zu dieser sollten sie laut Waldersee auch nicht wieder zurückkehren.. Wegen der Kannibalen. Also machte sie sich weiter auf in Richtung Westen. Joe stänkerte zwar noch etwas gegen an, er wollte in den Norden.. doch als die Beiden einfach gingen, mit Waldersee an der Spitze, folgte er ihnen wie ein zahmes Hündchen.. Er hatte schon genug Unglück angerichtet und nahm sich vor, sich etwas weiter unterzuordnen.  

Die Flucht ins Nirgendwo

Ein paar Tage waren Emili und Max nun schon in diesem Zimmer und starrten aus dem Fenster. Warum waren sie hier? Wer hatte das veranlasst? Max wurde immer unruhiger und heischte Emili grob an, wenn sie versuchte etwas aus ihrer Vergangenheit zu erzählen. Oder er hielt sich die Hände vor die Ohren und schrie laut: „LALALALALA“. Ab und zu kam ein dunkler Mann, der von Kindern offensichtlich keine Ahnung hatte… Er zeigte den Kindern zwar, wie sie sich aus dem Essensspendern bedienen konnten, setzte sich aber ansonsten auf die Couch, las Zeitung oder guckte Fernsehen. Die Fragen der Kinder beantwortete er nicht und auch sonst schien er sie nicht zu beachten. Irgendwann reichte es Max, und er trat den Mann kräftig gegen das Schienbein. „Sagen sie uns endlich warum wir hier sind, und was mit uns geschehen soll!“ brüllte Max den Mann an. Der Agent krümmte sich vor Schmerz und mußte sich sichtbar zügeln den Jungen nicht zu schlagen. „Ich weiß es nicht!“ sagte der Mann „ Ich erfülle hier nur meinen Auftrag auf euch Kröten aufzupassen! Solltest du das noch einmal tun Knirps, dann schmeiß ich dich vom Hochhaus runter, das ist nicht meine Aufgabe mich mich solchen unerzogenen Blagen abzugeben… lasst mich bloß in Ruhe.“

Er stand auf.. und bevor Max noch etwas sagen konnte, war der Agent auch schon wieder verschwunden. Kopfschüttelnd hinkte er zum Fahrstuhl. Was war der neuen Chefin bloß eingefallen diese Kinder noch dazu aus Asylantis hier herzuholen? Was hatten diese Kinder für eine Bedeutung? Hätte er nur ein bisschen mehr Neugierde und Ehrgeiz gehabt, er hätte die Kinder gelöchert und es herausgefunden. Doch wozu der aufwand? Er hatte einen Job und seinen Ausgleich, eine schöne Wohnung und alle Vorzüge die so ein Agentenleben mit sich bringt. Er hatte Auswahl auf alle Tv-Programme und Essen, das war ihm im Grunde genug zum zufriedenen Leben.. mehr wollte er nicht. Aber auf solche Gören aufzupassen, empfand er als Strafarbeit. Beschweren bei der Chefin darüber unterliess er trotzdem lieber, auch das hätte ihn wohlmöglich seine Stellung gekostet. So versuchte er so wenig wie möglich diesen speziellen Job auszufüllen. Die Tür knallte zu, sie hörten das schon altbekannte zweimalige Schliessen der Haustür. Hier ging kein Weg hinaus. Auch über die Fenster war keine Möglichkeit. Max fing wie wild an, die Schränke auseinander zu nehmen um nach einen Ausweg zu suchen. Emili tat es ihm nach und öffnete eine Klappe im Flur um in einen tiefen Schacht zu gucken. „Hey Max! Hier ist was! Komm mal!“ rief sie. Max kam angerannt… „Ja?“. „Guck doch.. hier scheint ein Wäscheschacht zu sein.. könnte das etwas sein? Sagte sie und deutete in das Loch. „Emili! Du bist genial! Ja na klar! Los lass uns die Decken und Gardinen verbinden, ich geh als erster und versuche in einen anderen Schacht zu gelangen und in eine andere Wohnung die hoffentlich nicht abgeschlossen ist.“ Max und Emili machten sich ans Werk und spannen ein Tau aus verschiedenen Wäschestücken. Befestigten das Tau an den Bad-Armaturen, und als Max gerade hinunterklettern wollte, lenkte Emili doch noch mal ein.

„Warte“ sagte sie, „was ist wenn der Agent noch mal wiederkommt?“.

„ Ach der kommt so schnell nicht wieder.. für heute hat der bestimmt die Schnautze voll von uns! „ erwiderte Max und wollte nun endlich runter.

„Und was machen wir da draußen, sollten wir es überhaupt schaffen aus diesem Zimmer zu entkommen ohne in den Schacht zu stürzen?“ fragte Emili nun etwas ängstlich geworden.

„Ich weiß nicht Emili, ich bin hier auch zum ersten mal, doch eines weiß ich genau! Ich will kein Gefangener mehr sein, und ich will meine Mutter finden! Hier verschwende ich meine Zeit. Wenn dir das zu gefährlich ist Emili, bleib hier! Dann gehe ich allein“ und schon schwang er sich am Tau herunter. Eine Konotenstelle rutschte etwas und drohte auseinander zu reissen, doch sie festigte sich dann doch noch am letzten Ende. Emili seufzte.. nein sie würde mitgehen.. „Mitgefangen! Mitgehangen!“ so ist das nun mal…

„Emili! Komm erst wenn ich eine Wohnung gefunden habe ja? So stabil ist das Tau nicht“ hallte es von unten… also wartete Emili auf ein „Go“ und schielte Aufgeregt vom Schacht zur Haustür… Ihr kam es vor wie Stunden, als sie endlich von Max hörte…

„komm Emili! Ich habe eine Wohnung gefunden.. noch ist keiner da und die Tür ist nicht verschlossen! Komm schnell! Dritter Schacht rechts. „

Emili machte sich also auf den Weg. Der erste Meter nach dem Schacht war im grunde am schlimmsten, sie mußte erst mal ruhiger werden, sonst würde sie ihre in Angst verkrampften Hände nicht mehr vom Tau kriegen… Durchatmen und weiter. Max machte es mit seiner Ungeduld nicht besser.. dauernd rief er nach ihr. Emili antwortete nicht, sie mußte sich darauf konzentrieren Zentimeter für Zentimeter weiter in den Abgrund zu gleiten ohne die Kontrolle zu verlieren. Endlich war das dritte Loch zum Schacht vor ihren Augen, und ging mit einer ziemlich starken Schrägung wieder hoch zu der einer Wohnung. Max hatte ihr schon eine Gardine aus dieser Wohnung hingehängt damit sie sicher in die Wohnung gelangen konnte. Als sie gerade im Flur angekommen war, hörten sie Schritte von außen. Max schmiss in Windeseile die Gardine in den Schacht, als sie noch hörten wie die Tür aufgeschlossen wurde.. waren sie auch schon unterm Bett verschwunden. Wie es der Zufall so wollte…war dies natürlich Meredeths Apartment. Sie öffnete die Tür und stutzte erst einmal.. <<Wieso hatte sie das Licht angelassen..?>> so alarmiert, guckte sie sich vorsichtig um ob noch etwas anders war als gewohnt. „Die Gardine!?“ stellte Meredeth fest.. es war eine Gardine verschwunden.. was war hier los? Meredeth durchsuchte die Zimmer und Schränke, fand aber weder einen Einbrecher noch weitere Hinweise. Ihre Kreditkarte lag auch noch auf dem Wohnzimmertisch. <<ein komischer Einbrecher muß das gewesen sein>> dachte sie sich. Sie war schon auf die Kameraaufnahmen gespannt, was sich hier abgespielt hatte während ihrer Abwesenheit.. dazu müßte sie aber wieder zwei Etagen höher gehen um zur Anlage zu gelangen und erst mal ihre cam orten.

Gar kein schlechter Gedanke, so konnte sie auch gleich ihre Wohnungscam etwas manipulieren und einen Magneten in die Nähe hängen, so das zumindest die Tonaufnahme sehr schlecht war und das Bild ebenfalls schlechter. <<Ach wie gut das niemand weiß.. das ich so vieles woher auch immer weiß und zu dem die Chefin bin, mit Schlüsselchen zu jedem Kämmerchen.. also auf und hin…

Sie nahm also aus dem Schlüsselschrank den Magneten und den Schlüssel zu der Webcamzentrale und ging wieder aus der Wohnung. Diesmal schloss sie aber die Haustür 2 x ab, falls sich noch mal einer erdreisten sollte.. Max seufzte… „Nun sind wir schon wieder gefangen, was machen wir jetzt? Hast du eine Idee Emi?“ Emili war einfach nur noch müde und wollte hier unter diesem Bett wegschlafen, doch Max rüttelte sie etwas und befahl.. „los wir müssen jetzt gehen oder bleiben ewig Gefangene!“. Emi stöhnte und erwiderte: „Ob nun hier oder draußen, wir bleiben ewig gefangen in dieser Welt.. wozu der ganze Aufwand?“. Emili folgte aber Max in den Flur. „Hey hier ist ein Schlüsselkasten, evtl. hat die Frau ja noch einen Zweitschlüssel?“ flüsterte Max. Max öffnete das Schränkchen und nahm einen ganzen Bund heraus. Hoffentlich passte einer von den vielen Schlüsseln. Max probierte 4 Schlüssel und der Fünfte war es dann doch tatsächlich. Vorsichtshalber steckte Max den Bund in die Tasche und floh mit Emili zum Fahrstuhl um dann endlich aus diesem Gebäude zu kommen. Als Meredeth endlich ihre Wohnungswebcam ausmachte und zurückspulte, klappte ihr die Kinnlade herunter… „MAX! Das kann doch nicht sein?!“ .. sie rannte zum Fahrstuhl um schnell zurück zu ihrer Wohnung zu kommen, vielleicht lagen sie ja noch unter ihrem Bett.. doch als sie ihre Tür erreichte, war sie offen.. auch der Schlüsselkasten war geöffnet und der Schlüsselbund mit ihrer Chipkarte und allen Generalschlüsseln ebenfalls.

„Puh.. Oh nein.. stöhnte sie… zu spät.. „ wie sollte sie ihren Max jetzt ohne großen Wirbel zu machen wiederfinden? Zudem konnte er mit der Chipkarte in Bereiche die nur den Eliten zugänglich waren.. und wenn der Junge nur ein bisschen nach ihr kam, dann würde er dies auch nutzen. Was wenn die Kinder von anderen Eliten oder Technikern ergriffen werden? Was würde mit ihnen geschehen? Während sie mit dem Fahrstuhl jede Etage abklapperte, malte sie verschiedene Szenarien in ihrem Kopf aus.. eine schrecklicher als die andere… Was hatte sie nur angerichtet, und hielt sich noch schlau dabei? Sie suchte alles ab, die ganze Nacht und einen ganzen Tag. Doch sie fand die Kinder nicht. Dann fing sie an die gesamten Webcams von den Wohnungen zu scannen, auch hier wurde sie nicht pfündig.. anscheinend waren die Kinder nicht mehr in diesem Haus. Totmüde legte sie sich auf ihr Bett und weinte sich bitterlich in den Schlaf.

Ein schräges „PLING“ lies sie hochschrecken. Es war eine Email von ihrem alten Gönner, Professor Eduart McKinley. <<Hach nicht Jetzt Eddy! >> dachte sie.. „ Er schrieb.. Verehrte Meredeth Berganovici.. wir müssen reden. Habe hier ein Foto von ihnen und jemanden anderen, das Sie brennend interessieren könnte, und eine immense Wichtigkeit bekommen könnte.. ebenfalls sind mir ein paar Gerüchte zu Ohren gekommen. Bitte kommen Sie heute noch zu meinem Labor für weiteres. Es Grüßt, Eduart McKinley „ <<Ein Foto von mir und jemanden anderen? Nun gut Eddy, ich komme.. ich kann Hilfe wirklich gebrauchen und du standest mir immer treu zur Seite. >>

Dem Agenten emailte sie noch das die Kinder jetzt wieder in ihrem Zuhause wären und er sich nicht mehr kümmern brauchte. Die Webcams manipulierte sie vorsichtshalber trotzdem mit dem Magneten und löschte die Aufnahmen der letzten Tage. Wie sie in all der Aufregung noch ihrem Job und den Plänen und vor allem dem Gesundheitscheck nachkommen sollte war ihr ein Rätsel.

Nun gut.. die Welt zerstören konnte sie auch nach hinten schieben.. zu allererst war es wichtig hier die Stellung zu halten und ihren Sohn wiederzufinden um sich vor allem ihm endlich zu stellen. All dies wäre nicht passiert.. wäre sie nicht so feige gewesen und hätte ihren Sohn nicht immer wieder zurückgestellt.. es ist also das gleiche zum zweiten Mal passiert.. sie hatte ihn verraten.., es wäre wohl besser für ihn und die Welt gewesen, wäre sie im Schlafzentrum zu den anderen unnützen in den grauen Raum gekommen.

Doch Jammern nützte in diesem Fall nichts… weiter machen.. dachte sie und machte sich auf den Weg zum Professor.  

Randbemerkung: Ein echt mühseliges Kapitel.. bin irgendwie aus dem Flow gefallen.. mal sehen wie es weitergeht.. sicher verirre ich mich irgendwann in meiner Geschichte.. ein ungefähres Ende.. schwebt aber schon im Kopf, muß dennoch reifen und seine Logik kriegen und vor allem muß ich erst mal dahin kommen! Ich kann das nicht einfach nur abkürzen und das Happy End präsentieren.. dann verliert es seine Wirksamkeit.. ich muß eine Intension hineinstecken.. die gleiche wie vor 8 Jahren und wie vor 3 Jahren, als ich es wieder versuchte die Geschichte zu beleben.. nun muß ich dran bleiben. Spannend wie sich das entwickelt beim spontanen schreiben und dann später wunderbar in andere Teile passt.. ich bin mir sicher.. auch hier schreibe ich nicht allein.. die materialisierten Personen spielen ihr eigenes Spiel, das ich nur beobachte und Nacherzähle.

Professor Eduard McKinley

Meredeth zog frierend durch die City der inneren Stadt. Kein Mensch ging heute noch zu Fuß, die meisten liessen sich in Luftgondeln die von Hochhaus zu Hochaus gespannt waren fahren. Oder bleiben gleich ganz in ihrem Hochhaus. Die Hochhäuser waren Themen zugeordnet. Ein Medizinisches, daneben das Wissenschaftliche, ein Biologisches, ein Wirtschaftshochhaus, dann das Pressehochaus in dem Meredeth wohnte und arbeitete und im Zentrum der Stadt, war eines das wuchs wie ein riesen Pilz aus dem betonierten Boden. Es war das Ministerium mit Aussichtsplattform. Dieser Turm war auch der älteste der Stadt, gleichzeitig auch Glaskuppelhalter der inneren Stadt. In die Innere Stadt wurde nur gefilterte Luft und Sonnenstrahlen hineingelassen. Würde einer von der Elite ins Outback ausgesetzt werden, müsste er schon allein durch die Luftverschmutzung und Sonnenstrahlen sterben.. so sagt man es hier jedenfalls.

Meredeth hatte hier einen kleinen Wissensvorteil, sie glaubte das fast die gesamte Elite, gehirngewaschene Asylantier sein müssen. Jedenfalls war es ja so mit ihr passiert, und viele „Gewachsene“ aus der Mitte in Elitären Kreisen und als Befehlshaber kannte sie nicht. Die Mittleren kamen auch ohne Kuppel aus.. sie glaubte nicht das außer einen Sonnenbrand und eine Grippe viel mit einem Elitären im Outback passieren würde.. außer natürlich diese mutierten Kannibalen.. vor denen war man nur geschützt durch dicke Mauern. Sie hatte einmal Filmaufnahmen zu Gesicht bekommen die sie heute noch gruseln liessen, aber auch neue Fragen aufwarfen. Sie sah wie Aussätzige über die Außentore ins Outback geworfen wurden. Sofortig rückten die Mutanten an und rissen deren Glieder bei lebendigem Leib ab, um sie zu fressen. Es war kaum anzugucken, doch Meredeth interessierte vor allem das „Danach“. Danach zogen die Mutanten wieder ab in ihre Behausungen, wo immer sie auch sein mögen. Sie sah auch einen zweiten Rauswurf, und erkannte die gleichen Mutanten, die scheinbar einen Anführer hatten. Jeder nahm sich ein Stück, doch der Anführer nahm sich immer das Größte. Sie fragte sich, warum der Anführer eigentlich nicht die „eigenen Leute verspeiste“ wenn diese Mutanten denn Kannibalen waren, würden sie doch auch vor den Mitmutanten nicht halt machen… aber das taten sie.. immer wieder sah sie neue Filme an, und es waren immer die gleichen Mutanten.. keiner fehlte.. Entweder hatten die Mutanten eben doch ein Bewusstsein und fraßen nicht Ihresgleichen.. wozu der Mensch augenscheinlich nicht mehr gehörte.. sie waren etwas anderes.. Wie sind sie nur so geworden? Oder…. all das ist eine sehr obszöne Filmproduktion die von wem auch immer Inszeniert wurde um mal wieder Angst zu verbreiten. Möglich war alles… es muß auf jeden Fall jemand oder einige ziemliche Angst haben vor Rebellen und Aufmüpfigen um es in der Form und unter all der Kontrolle zu unterbinden.

Endlich war Meredeth am Wissenschafshochhaus und fuhr zum 34 Stock. Der Professor war ein hochgestellter Wissenschaftler und Mediziner. Mit seinen 77 Jahren hatte er den heutigen Altersdurchschnitt schon weit hinter sich gebracht. Immer noch ließ er sich nicht ersetzen und kein Amt abnehmen. Seine Apartment war am höchsten Punkt des Hochhauses, mit Dachterrasse.. von der sie wusste das dies ein Ort war, der weder abgehört noch per Sichtkamera belästigt wurde. Viel hatte sie diesem Mann zu verdanken, und der auch körperliche Austausch als Ausgleich hatte sie nicht entwürdigt sondern reicher gemacht. In den letzten Jahren hatte sie recht wenig von ihm gehört, sie nahm also an das er langsam ins Altenteil überging und sich nicht mehr sonderlich für 39 Jährige „junge Dinger“ interessierte. Das er sie heute aufgefordert hatte zu kommen war also eine sehr dringende Angelegenheit.

Bevor sie um Einlass bitten konnte, öffnete Eddy schon persönlich die Türen und bat Meredeth gleich mit hinauf in den Garten. Als sie am Pavillon ankamen erschrak Meredeth, von weiten erkannte sie um was für ein Foto es sich handelte. In der Tat war sie auf dem Bild abgelichtet.. und auch nicht mehr sie.. es war Marry, ihr früheres Leben. Im Arm hielt sie ihren damals noch 6 Jährigen Sohn Max. Das Glück der beiden Gesichter und die große Liebe die aus ihnen sprach, ließ ihr Herz still stehen. Was war nur mit ihr passiert das sie einfach so gehen konnte? Wie war das Unglück über sie gekommen? Was hatte sie zu dem gemacht was sie heute ist.. wo ist meine Liebe hin? Mein Herz? Was hatte sie dazu veranlasst dieses Kind zu verlassen? Sie wusste es nicht mehr.. sie wusste nur das sie es getan hatte.

Meredeth fiel in den Korbsessel nahm das Foto und schon wieder liefen ihr die Tränen wie ein Sturzbach… Als sie endlich wieder zu Sinnen kam, schaute sie zu Eddy auf und fragte was er mit dem Foto zu tun gedenke und woher er es überhaupt hatte, und woher… „schhhschschscht… Fragen über Fragen meine Liebe.. einen Teil nur werde ich jetzt beantworten.. den anderen Teil bewahre ich für später auf. Frage mich also nicht weiter.. ich kann und will nur einen kleinen Teil erzählen.“ sinnierte Eduard und setzte sich gepflegt in einen Korbsessel gegenüber.

„Nun meine Liebe.. natürlich wusste ich das du der Fähigkeit mächtig warst Astral zu reisen. Als ich dich scannte und deinen Bericht las, konnte ich genau einschätzen das du eine bist, die es weit bringen wird, wenn man dir nur eine Chance geben würde. Auch wenn dies eine Gefahr sein könnte für dieses System und die Welt. Ich bereitete dir also den Weg und verfolgte all die Jahre deines Tuns. Das du ein Kind hattest wußte ich damals natürlich noch nicht, erst gerade, als dieser Murry eingeliefert wurde und das Foto in der Hand hielt und steif und fest behauptete, das die Frau auf dem Foto seine Frau wäre… nahm ich es an mich. Vermerkte die Position auf die Murry kommen würde, nämlich als dein Angestellter und ließ auch ihn nur mit manipuliertem Ambipolax durch die Schläferzone durchgleiten.. leider hat er sein Gehirn schon sehr abgebaut so das auch das wenige Ambipolax schon verheerende Wirkung leisten konnte.. das tut mir leid… doch..“ Meredeth unterbrach ungeduldig den Professor: „ Eddy, das ist nicht mein Mann! Ich weiß auch nicht wie er auf die Idee gekommen ist. Mein Sohn hat ihn darum gebeten mich zu suchen, gab ihm das Foto und Murry hat das irgendwie mit seinem Leben verkettet. An das Gespräch mit meinem Sohn konnte er sich aber noch erinnern. Ich weiß zwar nicht mehr wer der Vater meines Sohnes war, doch ein Murry war es ganz sicher nicht.“ „Ok! Update, fehler passieren jedem“ raunte der Professor…. „Murry also wieder aus dem Spiel.. so richtig konnte ich mir das auch nicht vorstellen… in so fern werde ich veranlassen das Murry bei mir in die Dienste tritt und dich nicht weiter belästigt.. Auch der arme Kerl hat ein bisschen frieden verdient, den er bei mir finden wird.“

Der Professor räkelte sich etwas selbstgefällig und fuhr fort: „ Nun zu deinem Sohn! Mir ist zu Ohren gekommen, das du ihn und seine Freundin aus dem mittleren Ring hast entführen lassen, und bei dir einquartiert hast!?“ Meredeth wurde blass: „Eddy .. ich weiß ja das du tiefgreifende Kontakte hast, aber das du das weißt macht mir Angst. Auch hier schon war ich zu unvorsichtig. Wo ist das Leck? Was kann ich tun?“ Der Professor erwiderte: „In der Tat meine Liebe, verlässt du sich zu sehr auf das dichthalten deiner Agenten. Das ist falsch! Sie dienen allen und sind leicht bestechlich durch Positionen, und wenn nicht von Posten dann vor Autoritäten die höher gestellt sind als du… ……..wie z.B. ich. Ich werde also auch diese Helfer in meine Dienste nehmen und zum schweigen bringen.“

Er furh fort: „Ebenfalls der Vorsprung den du Waldersee gegeben hast, war eine Schwäche die sich im Ministerium rächen wird.. Ich weiß noch nicht wie ich dich da herausholen kann, doch es wird mir schon etwas einfallen. Ich möchte dich also bitten ab Heute sehr viel vorsichtiger zu agieren. „

Meredeth war verwirrt… „Warum hilfst du mir Eduard? Wenn du das alles weißt, könntest du doch davon ausgehen das ich Systemfeindlich agiere..“

„Ja… das könnte ich Meredeth! Reicht es dir wenn ich dir sage, das ich dich in mein Herz geschlossen habe und dir deshalb helfe.. egal was du machst ob nun mit oder gegen das System?“ erwiderte er leicht amüsiert.

Meredeth antwortete immer noch verwirrt: „eigentlich nicht Eduard, irgendwie nehme ich dir das nicht ab… da ist noch mehr“

„Gut wie du meinst, Meredeth! Glaube was dir beliebt!“ Wieder räkelte er sich im Korbsessel und kam zur nächsten Frage: Wie gedenkst du jetzt weiter zu agieren? Du hältst zwei Kinder gefangen in deinem Tower, noch dazu ein Fremdes, das schon im mittleren Kreis vermisst und gesucht wird…“

Meredeth knickte etwas zusammen und seufzte..“Nun ja.. anscheinend weiß du also noch nicht das Neueste.. und ich bin mir sicher das dies auch mein finaler Untergang sein wird. Mein Sohn Max und seine Freundin sind gestern über den Wäscheschacht in meine Wohnung gelangt und aus ihr entflohen.. mitsamt meines Identitätschips und der Generalschlüssel zum Medientower.“

„ Oh Gott!“ stieß Eduard geschockt aus.. „was hast du weiter veranlasst?“ „Diesmal habe ich niemanden eingespannt, die Kameras manipuliert den Agenten eine Geschichte erzählt und ihm seinen alten Job gegeben. Und habe mich auf die Suche gemacht. Ich habe meinen Sohn leider nicht finden können.“

Eine lange Pause entstand.. der Professor versank konzentriert in sein Innerstes. „Gut..“ sagte er.. „Noch eine Frage.. warum ist der Junge weggelaufen?“

„Ja… er sucht mich… das ist der Grund warum er immer vor dem Sleeperzentrum auf mich gewartet hat. Nun war er wie durch ein Wunder in die Innere Stadt gelangt und will mich auch hier suchen. Kurz gesagt… ich habe mich noch nicht meinem Sohn gestellt.“ erwiderte Meredeth nun wieder den Tränen nahe.

„Ironie des Schicksals.. meine Liebe.. sollte wohl noch nicht sein! Gut also nun hier mein Plan an den du die sklavisch halten mußt um da noch was zu retten… Du wirst jetzt gleich auf der Stelle eine Astralreise machen, ich denke du kannst nur reisen wenn du dich an eine dir bekannte Person heften kannst.. du schwebst praktisch mit dieser Person durch die Räumlichkeiten. Nun bei deinem Sohn wird dies besser funktionieren.. du wirst ihn finden und mir Anhaltspunkte geben, wo ICH ihn aufgabeln kann. Ich werde also auch diese beiden Kinder bei mir aufnehmen und meine pädagogischen Fähigkeiten an ihnen üben. Sie werden gut aufgehoben sein und viel lernen, ausserdem sind sie dann aus deinem Schußfeld und sorgenvollen Gedanken die dir anscheinend die Klarheit rauben, die ich sonst von dir gewohnt bin. Du wirst deinen Sohn allerdings erst wiedersehen wenn du das erreicht hast.. was immer es auch sei. Zum Ministerium werde ich dir eine höhergestellte Persönlichkeit mitgeben, damit die widerlichen Kleinkrämer den Mund halten.. dennoch sei dir gewiss.. das sie Lunte gerochen haben und dich mit Argusaugen beobachten… Keine Fehler mehr Meredeth, sonst kann ich dir nicht mehr helfen.“ so schloss der Proffessor mit warnender Geste und forderte Meredeth dazu auf in Trance zu gehen und ihre Reise zu beginnen…

Über der Stadt

Emili schwante böses als sie sah das Max den gesamten Schlüsselbund mitgenommen hatte, und nun damit prahlte wie ein Meisterverbrecher! In wie viele ausweglose Situationen würde ihr Freund Max sie, und auch sich selbst noch ziehen.. ? Gut für einiges konnte Max recht wenig, doch sie suchte gerade einen Sündenbock für diese kopflosen Aktionen. Nun standen sie vor einem anderen Hochaus und keiner dieser Schlüssel wollte passen. Emili stöhnte.. gib mir mal den Bund.. Sie guckte sich den Bund etwas genauer an und fand einen Chip am Bund, ähnlich wie die Chips die höhere Posten auch im mittleren Ring verwendeten. Dies war ein Generalschlüssel mit Identitätschip! Sie waren also in eine Wohnung eingebrochen von einer sehr hochgestellten Persönlichkeit. Emili schüttelte resigniert den Kopf… „ich glaube das wird unser Todesurteil werden. Das ist ein Generalschlüssel mit Identitätschip einer sehr hochtestellten Persönlichkeit.. wir werden sterben.. ganz sicher!“

Max winkte ab: „ Du wieder! Mal den Teufel doch nicht an die Wand!! So..so, ein Identitätschip!? Was kann man mit diesem machen?“

Emili erwiderte: Man benutzt ihn ebenfalls als eine art Schlüssel. Dieser Chip wird Türen öffnen die nur für diese Person bestimmt sind. „ Noch bevor Emili wieder einen Einwand bringen konnte.. steckte Max den Chip auch schon in eine Öffnung am Türschloss die ihm dafür passend schien. Eine Schiebeklappe öffnete sich und ließ einen Monitor sichtbar werden. Eine Computerstimme sagte: “Keinen Zutritt mit dieser Id zu diesem Gebäude.”

Emili fauchte..“Spinnst du Max das wird ganz sicher gemeldet! Anscheinend passt dieser Bund und die ID auch nicht zu dem Haus.. wir sollten zurückgehen in das andere Hochaus.. dort wird er passen.. was wir aber da sollen? Frag mich nicht!“ Max hörte mal wieder nicht.. er starrte wie gebannt auf den Monitor… Emili kam hinzu, und sah auf dem Monitor ein passendes Gesicht zur Id und einen Namen. Meredeth Berganovici Presseop des Medienzentrums. Wieder sah sie zu Max, der immer noch wie angewurzelt vor dem Monitor stand und starrte…“ Das ist sie…“

„Wer..Wer ist das Max?“

Ganz langsam erwiderte Max:“ Meine Mutter….“

„Oh mein Gott!“ flüsterte Emili.. „ich hoffe wirklich, deine Mutter weiß das auch das sie es ist… deine Mutter!

Wie hypnotisiert schlich Max zurück zum Medienzentrum um wieder in die gleiche Wohnung zurückzukehren, aus der sie gerade geflohen waren.. und um dort seelenruhig zu warten auf alles was kommen würde.. Max zumindest hatte sein Ziel erreicht.. Emili wußte nicht mal was denn ihres wäre, und was sie mit dieser ganzen Geschichte eigentlich zu tun hatte, und ob das als Freundschaftsdienst nicht doch alles zu weit ging.. dennoch… sie blieb an seiner Seite, weil sie eh nicht wusste wohin sonst. Max war zu ihrer Familie geworden. Doch auch diesmal sollte Max enttäuscht werden, statt der geliebten Mutter kam ein alter Mann hinein und nahm die beiden Kinder mit zu sich. Er versprach Max das er seine Mutter wiedersehen würde, aber nicht jetzt. Wenn Max diesem Rat nicht folge leisten wollte würde er sich, seine Freundin und auch seine Mutter in Gefahr bringen… und dies wollte er doch nicht tun? Fragte der alte Mann der sich als Eddy vorstellte. Seufzend raffte Max sich auf und folgte dem alten Mann in sein Reich hoch über der Stadt.

Emili folgte wie das fünfte Rad am Wagen, fühlte sich bei der Perspektive aber schon deutlich besser…Der Garten des alten Mannes bot ein Gefühl von Sicherheit und Warmherzigkeit.. und das war es was sie so lange schon entbehrt hatte… Eine Zeit der Freude und des Lernens mit Begeisterung folgte. Die beiden Freunde bekamen bald einen dritten Freund hinzu.. Eduard selbst. Er war wie ein Vater, oder wie ein Opa, und gleichzeitig auch wie ein Lehrer und auch wieder wie ein Schüler. Er hatte eine Art zu begeistern, und mit dieser Begeisterung lernten die Kinder in windeseile fast alles, was Eduard wusste und noch mehr.. Eduard lernte mit den Kindern weiter.. und schneller als je zuvor.. seine 77 Jahre waren ihm kaum noch anzumerken.. ja der Garten hoch über der Stadt, wurde zu einem Paradies.. mitten in der Hölle.


Randnotiz: Heute ist der 29.05.2020. Mit schrecken stelle ich fest das ich immer noch kein Happy End in der Geschichte geschrieben habe. Leider befinden wir uns nun im Zeitgeschehen des anfangenden Kontrollstaates und ich habe Angst das ich die Wende nicht mehr schreiben kann..

06.06.2020 auch das Zeitfenster der Prophezeiungen wird enger. Evlt habe ich nur noch dieses oder nächstes Jahr um hier herauszukommen und alles zu besänftigen. Das jünste Gericht in der christilichen Erdenwelt und Jesus warten auf den Countdown. Vieles habe ich real noch zu erledigen und auch an meiner Befreiung und Aufstieg zu arbeiten… es soll zwar keine Zeit geben, aber dennoch habe ich zu wenig davon oder ich bin zu langsam… habe erfahren das wenn ich hier bleibe in diesem Paradies, wohl 2x untergehe in den Fluten und 1x im Krieg falle, den phosphorbomben ausgesetzt bin oder am kosmischen Staub ersticke. Irland wäre eine Lösung oder eben hier bleiben und mich auf das LebensEnde einstellen…. doch ich muss noch auf Zeichen warten ..

…eines habe ich heute gelernt… den dritten Paradiesgarten den ich hier gerade aufbaue … er ist nicht sinnlos, auch wenn ich wohl gehen muss und wieder nicht bleiben kann! Er ist wie der Baum den ich pflanzte, auch wenn ich wusste das morgen die Welt unterging!

Nichts ist sinnlos wenn ich rechtschaffend mit guten Willen arbeite..

Meinen eigentlichen Paradiesgarten aber trage ich in mir, in meinem Geist, und ich kann ihn mit den Erkentnissamen Gottes zum blühen bringen…


Am Anfang war das Wort

06.06.2020 Miss Meta Fortsetzung der Geschichte

Im Hier und Jetzt: 08.05.2020 Die Prophezeiung erfüllt sich jetzt mit rasender Geschwindigkeit. Wir stehen kurz vor dem 3 Weltkrieg und dem jüngsten Gericht… es wird sich bis spätestens nächstes Jahr erfüllen. Es wird eine gute Apfelernte und das Getreide steht in Saft (Alois Irlmaier). Ich muss mich beeilen.. meiner Geschichte eine Wende geben .. ich weiß auch schon wie. Der finale Kampf gegen den Endgegener geht in die letzte Runde. Wobei wir nicht kämpfen werden als Krieger des Lichts, da Kampf=Kampf bringt. Wir werden das Licht bündeln und dem Willen der Gotteskraft unterordnen. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden…wir sind viele! Und wir sind hier um dir zu dienen damit du durch uns erfährst, meine Kraft soll dir gehören, ich bündel mein Licht für das Paradies auf Erden…

„Eduard?“ fragte Max den alten Mann verträumt. Max guckte in die untergehende Sonne die sich in der Glaskuppel Spiegelte und kleine Flares in den Himmel zeichnete. Die Luft war schwül und blütenduftschwanger. Ein wahres Paradies aus einem Blütenmeer und Früchten und saftigem Grün bot sich den Augen der andächtigen Beobachter. Das hätte sich Max nie träumen lassen, das die Natur eine solch göttliche Schönheit sein konnte, welche Intelligenz all dies wohl erschaffen hatte? Ehrfurchtsvoll betrachtete er den Himmel und erinnerte sich daran, dass seine Mutter ihm einmal von Gott erzählt hatte, der alles Sein erschaffen hatte. Das hatte Max damals überhaupt nicht beeindruckt, denn was er damals sah war das Grau, der Staub und der Rost…welche Kreatur denkt sich so etwas aus? Das kann kein guter Gott sein, sagte er verbittert. Seine Mutter lächelte nachsichtig und sagte sanft: “ die Erde sah so nicht immer aus, wir Menschen haben Gottes Werk kaputt gemacht! Immer wieder und da hat Gott uns verlassen. Meine Mutter hat mir von der Welt früher erzählt… von grünem Gras, von blauem Meer und einem Garten, in dem sie unser eigenes Biogenetikessen angepflanzt hatte. Der Garten und das Haus gehörte sogar ihr!“ Max war erstaunt, „Deine Mutter durfte etwas besitzen?“. „Ja Max!, erwiederte Marry, „in der Zeit haben die Leute für Geld gearbeitet, und von dem Geld konnten sie dann kaufen was sie wollten. Dann kam ein Umbruch.. aufgrund einer Seuche wurden sämtliche Rechte eingeschränkt und auch die Wirtschaft wurde an die Wand gefahren…“

„Was heißt an die Wand gefahren?“ fragte Max.

„Meine Mutter wurde an der Stelle immer sehr wütend, Sie meinte das die Regierung korrupt war und das sie die Bevölkerung mit Absicht ausbluten und verarmen ließ, damit sie die Industrie und anderes verstaatlichen konnte und die Bevölkerung mit staatlichen Hilfen abhängig und versklaven konnten… Danach führten Sie dieses System ein in dem keiner mehr etwas besitzen durfte, keiner außer der Elite. Die Leute damals durften sogar noch Parteien und somit die Regierung wählen!“

Max staunte….“wieso haben die Leute denn so eine korrupte Regierung gewählt?“

Marry zuckte mit den Achseln und sagte beiläufig:“ Meine Mutter sagte das die Leute an der Spitze sowieso alle korrupt waren.. es war also egal wen man wählte und ob die Wahlen überhaupt mit rechten Dingen zugingen war auch nicht klar, Wahlzettel wurden schnell wieder vernichtet und was nach der Übermittlung der Stimmen mit den Stimmen geschah weiß auch keiner, denn die Wahlbezirke wurden zusammen gefasst, so dass kein Wahllokal dies nachvollzhiehen konnte was von ihnen kam…. die Gegenparteien waren meist auch von Leuten gegründet die die Regierung schmierten, erpressten oder bedrohten, die Gegenpartei war also auch nur ein kontrolliertes Auffangbecken…. “ langsam redete sich Marry auch wütend… “

„Was ist mit Omas Garten und Haus passiert?“ fragte Max dazwischen..

„Nun ja, als die Regierung sämtliche Vermögen und Sparkonten einfror, und dafür Wertmarken und wertlose Bankaktien ausgab, wurde auch auf dem Haus und Grund eine Hypothek vom Staat veranschlagt… Oma hätte also ihr bezahltes Haus noch einmal bezahlen müssen. Das konnte sie aber nicht, da niemand ihre fotografischen Künste mehr bezahlen konnte, niemand hatte mehr Geld nur noch Lebensmittelmarken . So blieb sie trotzdem in dem Haus und ich auch, der Ort lag sehr verlassen und irgendwie hatten sie uns wohl vergessen hinauszujagen. So baute Oma einiges in ihrem Garten an und wir versorgten uns selbst. Es war trotzdem eine schöne Zeit… Aber es dauerte nicht lange, da überrollte uns der Krieg. Das Haus und die Landmassen stehen nun 20 m tief in der Nordsee… wir sind rechtzeitig geflüchtet doch die ganze Erde wurde umgewälzt, der Polsrung drehte die Erde auf den Kopf, und wir saßen Monate in einem alten Bunker bis die Tür von außen freigelegt wurde und das Militär uns evakuierte. Als dann war alles dunstig, staubig und grau. Wir wurden zum Aufbau dieser Kreisstadt verpflichtet und deine Oma versank in Depressionen und war nicht mehr ansprechbar….“ Marry erzählte dies ohne weitere Gefühlsregungen, es war ihr deutlich anzumerken das sie traumatisiert war von der Zeit und so versuchte die tief vergrabenen Ängste und Gefühle nicht hochkommen zu lassen.“ Marry schüttelte den Kopf:“ Das wäre alles nicht passiert wären die Leute auf die Straße gegangen und hätten sich gewehrt, doch alle waren gleichgeschaltet wohl durch die Medien.. Alle wollten „gut“ sein und da wir eine rechtsfaschistische Vergangenheit hatten und die Medien alles was nicht der Meinung der Regierung entsprach als Rechts oder Verschwörungstheoretisch abstempelte, Leuten die Lebensgrundlage entzog die den Mund aufmachten traute sich wohl keiner auf die Straße…?! Aber ich denke da muss noch mehr gewesen sein..Meine Mutter sagte.. die Leute wirken irgendwie wie gehirngewaschen… Die Regierung konnte machen was sie wollte, die Lügen hätte jedes Kindergartenkind durchschaut und doch schienen die meisten Menschen ihnen alles abzukaufen… das hatte sie nie verstanden. und selbst ich, auch wenn ich noch klein war, habe es gesehen das die Leute irgendwie nicht ganz bei sich waren.. sie wirkten teilweise wie Robotter.“

„MAX an ERDE!“ rief Eduard und stupste den Jungen an…. Max erschrak und guckte sich wirr um „oh! ..du bist es Eduard… tut mir leid ich war im Gedanken nicht hier.“

„Das habe ich gemerkt Max, du wolltestmich etwas fragen?“

„Eigentlich wollte ich dich über Gott ausfragen, denn dieser Garten ist so unbeschreiblich schön, hier merke ich zum ersten mal, dass Gott wirklich genial sein muß.“ flüsterte Max ehrfurchtsvoll.

Eduard faltete die Hände und lehnte sich zurück auf die gepolsterte Gartenbank. „Nun ja! Ich war der Architekt, habe den Grund und die Struktur bereitet und den Samen gesät. Durch Gottes Gnaden ist es gewachsen und zu seiner Kunst geworden. Denn könnte ich Pflanzen wachsen lassen sähe das immer noch nach einem Baukasten aus, aber Gott lässt es ursprünglich und genial sprießen. Die Pflanzen recken sich gen Himmel der Sonne entgegen, und wollen Gott und die Welt mit ihrer Schönheit betören. Ein Wettkampf der Schönsten und Stärksten oder Kreativsten oder Buntesten! Manche neigen sogar ihr Köpfchen mit dem Lauf der Sonne, wenn diese morgens vom Westen her aufwacht und im Osten untergeht. Selbst die Sonne wärmt und strahlt eigentlich nur für unseren Gott. Übrigens ist die Sonne männlich und der Mond ist weiblich. Viele Verdrehungen und Verwirrungen sind meist mit Absicht geschehen, um den Worten die Macht zu entziehen. Die Mond, der Sonne.“

„Dieser Gott muss uns verdammt oder vergessen haben..“ gretschte Max mit grollender Stimme dazwischen.

Eduard zögerte etwas und schaute zu Boden. „Nun ich denke nicht das die Gotteskraft uns vergessen hat, Max! Gott ist bei uns, immer! Gott erdachte das Leben in sämtlicher Form, Gott ist der Grund und der Boden, geebnet für alle als Spielwiese um sich weiterzuentwickeln…. Try and error… Try and error… bis es gelingt. Auch Gott lernt durch uns. Gott ist das Licht, das die Bühne beleuchtet, das Theaterstück unseres Lebens aber haben wir Menschen selbst geschrieben… jeder einzelne von uns.. manche haben es für die ganze Welt geschrieben und ihrem Theaterstück durch Macht und Geldmittel eine größere Wirklichkeit gegeben, so dass es für viele zur Wirklichkeit wurde. Manche aber haben ihre eigene Geschichte geschrieben und je nach dem wie licht oder dunkel sie dachten, so farbig oder schwarzweiß war ihre Welt. Es ist aber für den Einzelnen sehr schwer gegen eine Wirklichkeit anzukommen, die so massiv Verbreitung gefunden hat wie eine Massenwirklichkeit.. Wenn sehr viele eine Wirklichkeit für wahr halten, so kriegt sie Substanz und wird wirklich mit einer gewissen Eigendynamik und den Naturgesetzen folgend… Der Mensch ist hier auch nur Bodenbereiter… und mach Puppenspieler hat sich hier gnadenlos überschätzt in den Auswirkungen… Alles kommt zurück wie ein Bummerang. Man erntet was man sät ein Grundgesetz. Ein Mensch hat eben nicht die Obenaufsicht wie Gott oder weiß wie alles funktioniert… eigentlich weiß der Mensch recht wenig… alles basiert auf Glauben und nicht Wissen… aber der menschliche Glauben, kann sprichwörtlich Berge versetzen und Wirklichkeiten erschaffen!“

Max kratzte sich am Kopf…“ Du meinst das sich jeder seine eigene Wirklichkeit erdenken kann und das eine Wirklichkeit die von vielen geglaubt wird für alle Gültigkeit bekommt?“

Eduard betrachtete wohlwollend den Jungen… er war ein sehr schlauer, kleiner Denker. Als Eduard in Max Alter war, hatte er noch kindliche Themen und hatte bei weiten nicht diesen Durchblick… Eduard nickte und bestätigte Max Aussage.

Doch Max versank wieder in trübsinnige Gedanken…. „Eduart?“ fragte er nach einiger Zeit wieder… „Ja Max?“ erwiederte Eduart. „Ich hab das noch nicht kapiert. Kann Gott denn nicht wie ein Spielleiter in das Spiel eingreifen, sobald Menschen die Welt zerstören oder Ungerechtigkeiten geschehen?“

Eduart lachte…“ natürlich kann Gott das, aber dann würde er gegen seine eigenen Gesetze verstoßen. Wenn er einem gerechtes tut, wird ein anderer darunter leiden. Nein Gott ist unparteiisch und auch gar nicht daran interessiert die Menschen in ihrem Treiben zu richten. Gott ist an Weiterentwicklung interessiert… glaube ich zumindest, denn alles andere wäre Stillstand oder Widerholung und das ist nicht das Wesen Gottes. Aber dies ist nur meine Ansicht! Also noch mal im Kurzen… jeder erntet was er Sät! Dieses Grundgesetz besagt, das sich jeder mit z.B. Taten die andere mutwillig unterdrücken oder ausbeuten sich selbst das gleiche antut. Er wird es bezahlen müssen. Macht man dies bewusst, wird man es über mehrere Leben bezahlen müssen. Macht man es unbewusst, bezahlt man es meist schon in dem Leben, kehrt man dem Dunklen den Rücken und schreitet mit gutem Wollen weiter, kann sich vieles in der Wucht der Umkehr mildern. Jeder schafft also sein eigenes Gericht durch die Naturgesetze.“ endete Eduart.

„Ok das habe ich jetzt kapiert und das klingt logisch mit der Wechselwirkung. Meine Mutter hat mir erzählt das die Leute damals wie gehirngewaschen waren und robotterartig keinen Widerstand gegen die Entrechtung und den Krieg geleistet haben. Woran kann das gelegen haben?“ polterte es aus Max heraus.

„Es war ein sehr weit fortgeschrittenes Massentheater, das sich der dunkle Herr im Westen ausgedacht hatte und mit Hilfe der Medien und den Volksängsten immer tiefer verankerte und zur Wirklichkeit werden ließ. Die Masse traute sich nicht aus dem Massenglauben zu treten. Die Verschwörungstheoretike waren zwar bereit für die Revolution, doch zu wenige und auch sie erweiterten die Theorien des Dunklen mit noch schrecklicheren Ideen, so wurden die Szenarien immer schrecklicher und die Wirlichkeit auch. Der Dunkle nahm diese Theorien auf, belächelte sie öffentlich doch nahm sie intern um diese wieder in den Medien zu verstärken und dadurch zu materialisieren. Je mehr an eine Theorie glaubten, desto fester und wirklicher wurde die Theorie…

Der Herr der Dunkelheit hatte zudem eine sehr effiziente Angstheorie gestartet, die durch Verschwörungstheoretiker erweitert wurde…. Hätten sie doch lieber vom lichten Horizont und Paradiesgärten geträumt, nun aber träumten sie davon wie der Dunkle mit Hilfe der Nanotechnologie über eine Zwangsimpfung sich der kompletten Charakthere und „ichs“ der Einzelnen ermächtigte. Daraufhin zeigte der Dunkle den Menschen über eine Themensendeun, wie er Mäuse dazu brachte auf Knopfdruck mit einem im Hirn verankerten Draht zum fressen zu bringen. Behauptete sogar das er durch Nanotechnik ein Backup vom Hirn und Charakter machen könnte und somit jeden Unsterblichkeit verleihen könnte!

Das was sich der Mensch schon immer am meisten gewünscht hatte „die Unsterblichkeit“ zum greifen nah!

Doch sein Plan war es nicht ein Backup der Personen anzulegen, sondern ihre Charaktere vollständig zu überschreiben mit einem Cyborgprogramm und Minimalfunktionen mit Befehlsempfängerebene. Dieses wäre aber technisch nie möglich gewesen oder noch nicht, es wäre nur ein winziger Teil vom Menschen überschrieben worden, eigentlich war es bisher nur möglich das Fresszentrum und die Grobmotorik zu überschreiben und die Nanotechnologie für solche Zwecke einzusetzen war damals noch ein reines Phantasiegerüst. Dennoch eignete sich die Blase gut als Kopfkino für viele!.. Somit wurde hier wieder die Gotteskraft angezapft, durch viele Menschen, die an dieses Phantasiegerüst glaubten. Das ist das Wesen der Magie und dieser Welt. Der Geist bildet ein Gedanken oder Wort und es ist wirklich.“

Eduard schüttelte den Kopf und lachte verbittert:“

Die Menschen glaubten doch tatsächlich das ihre ganze Persönlichkeit und ihr Wesen auf einem Chip gebackuped werden konnten und sie so unsterblich werden würden… wie einfältig! Und so einfältig entwickelte sich daher auch diese Technologie… Sie konnte das ganze Wesen und den Götterfunken der sich „Freier Wille“ nennt nur unterdrücken, nicht löschen. Und so geschah es, dass die Leute zwar oberflächlich nicht die gesteuerte Befehlsebene und die Triebebene durch den Chip bemerkten, aber unterbewusst ein immenser Druck und Zwiespalt entstand durch die isolierten Ebenen. Die Menschen hatte also noch mehr zu tun mit sich selbst und den inneren Kämpfen, und den daraus entstandenen Verwirrungen. So konnte es aber trotzdem gelingen, dass fast 66% der Weltbevölkerung zu lebendigen Cyborgs wurden, die alles abnickten was der westliche Dunkle befahl. Die gläubigen Cyborgs als neue Armee des Dunklen Herren, traten nun an gegen den anderen Herren im Osten. Dieser hatte leider weniger Anhänger die an sein Theaterstück glaubten und so unterlag der dunkle Herr aus dem Osten und so wurde dieser Staat hier als einzige Wahrheit installiert, mit unzähligen Menschenopfern. Der Krieg und die Übernahme als Weltmacht war immer das Ziel.“ seufzte Eduart schwer…“und das endgültige Ziel, zu werden wie Gott! Doch das wollen nur Menschen, die eigentlich keine Ahnung haben was Gott ist…

Max war sprachlos… „was Gott ist?“

„Gott ist alles… jede Zelle in jedem Organismus und einfach gesagt… Gott ist der Geist der durch sein Wort alles erschaffen kann und hat.. wir sind sozusagen seine künstliche oder erschaffene Intelligenz. Ein Frankenstein der der Professor sein will… lächerlich.. Der Plan musste ja scheitern.. Dennoch sind wir noch lange nicht am Ende der Geschichte… auch wenn es hier so aussieht Max.“

„Aber wer ist der Gott der Vater von Jesus sein soll oder von den anderen Glaubensrichtungen? fragte Max verwundert?

Eduart lachte wieder…“ja ein Gott aus einer Spielwelt! Jesus und dieser Gott gehört in eine riesig große Massenblase und Spielwelt! Natürlich sind sie dadurch real geworden! Auch das Regelwerk das sich zum größten Teil auf die Naturgesetze stützen aber mit einer sehr strengen Auslegung von Gott und Diener Gottes Ideologie Schuld und Sühne und Minderwertigkeit.. Viele Menschen brauchten diese Art von Strohhalmen zum festhalten… wenn sie also Gutes taten und den Regeln folgten, konnten viele dadurch ihre Angst überwinden und fühlten sich sogar manchmal zu Märtyrertaten angeregt ode rin Sicherheit wen sie glaubten nah de Tod ins Paradies einzugehen..naja das wird jetzt zu viel für heute Abend! Gott und Jesus ist kurzgesagt, eine eigene Wirklichkeit in der universellen Wirklichkeit… und Gott der Gott über alles ist eben unparteiisch und unendlich verspielt und kindlich neugierig, und experimentiert gern! “ Eduart blinzelte verschmitzt…

Max stöhnte“ Puh.. also das wird mir jetzt echt zu hoch…. und ich denke, dass du auch nicht wissen kannst wer Gott ist, da auch dies nur auf Glauben basiert… und ich glaube nun das ich schlafen muss.“

In Max tanzten mittlerweile die Worte durcheinander… das war doch ein bisschen zu viel Info für einen Tag. Er verabschiedete sich eilig und ging zu seinem Zimmer.

Emili, die alles unbemerkt mitangehört hatte ging ebenfalls bedächtig in ihr Zimmer um über alles nachzudenken…

Es hätte also nur eines anderen Massentraums bedurft um die Zukunft zu ändern? fragte sie sich noch im Traum.

Miss Meta

Stichworte zum weiterschreiben.

Eine Minderheit kann und darf nicht über eine Masse entscheiden. Im Grunde kann nur jeder für sich entscheiden. Die Welt retten für viele ist in so fern falsch. Ich muss sie so lassen wie sie ist, den anderen so lassen wie er ist, ich habe nur die Aufgabe mich zu erweitern mein Stück zu schreiben.

Mein Gott ist eine Kraft weder männlich noch weiblich. Eine neugierige aktive Kraft, die sich durch mich und alle anderen Geschöpfe erfährt.

… im grunde ist alles Geist also eine informierte Welle. So wie die Farbe rot eine Welle ist, ist auch die Farbe blau eine andere Welle.

am anfang war das Wort… hier darauf eingehen, dass das unverfälschte Wort Macht hat. Ein Wort das zu den Wurzeln dringt und einen Ausdruck hat… Ein Wort mit richtigem Klang Ausdruck und Gefühl.

Es kommt nur darauf an wie du dich entscheidest.. es ist nicht wichtig andere Mitzuziehen.. sie müssen ihren eigenen Weg finden in ihrer Geschwindigkeit. Es ist nur wichtig für dich was du tust und ob dies Tun licht oder dunkel ist. Das Licht steht über allem und beleuchtet nur die Bühne die der Mensch bespielt.

durch Auflösung einiger Fakten in der vergangenheit eine Auflösung von Asylantis.

Nicht den Faden verlieren! Es geht nicht darum das einer die Welt für alle rettet oer andere bevormundet, sondern nur darum wie der eine mit sich und der Welt umgeht… jeder eine für sich!

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