MetaArt-Philosophie

Ich weiß, dass ich nichts weiß!(Eine MetaPhilosophische Ansicht über das alltägliche Rollenspiel)

Model: Tatjana Foto: MetaArt

Ich weiß das ich nichts weiß..

Sokrates

…..sagte Sokrates damals, und viele Sinneswege wurden über diesen Satz gemacht, und ja.. alle sind wahr..ganz so wie jeder es für sich auffasst.

Mein Verständnis von „ich weiß, dass ich nichts weiß“ Bezieht sich auf den Zustand; alles loszulassen an Wissen und Erfahrungen, oder Glauben. Damit man eine Sache oder Situation völlig neu bewerten kann, und neue, andere Erkenntnisse erlangen kann, durch das Betrachten von aussen oder als Nichtidentifizierter der Situation.

Und all das was hier steht, kann in der nächsten Sekunde schon nicht mehr gültig sein.. ich nutze es um meine Gedanken zu ordnen und dir Inspiration und Spiegel zu sein.

Dafür steht folgendes Motto..

“ Was kümmert mich mein Geschwätz von Gestern! „

Konrad Adenauer

(*Anmerkung.. den Artikel mit einem leicht hogezogenem Mundwinkel und sarkastisch zwinkerndem Auge lesen…)

Das Rollenspiel

Mir ist aufgefallen das wir ständig irgendwelche Rollen spielen… wie im Tatort ist es meist so, dass der hässliche Bösewicht selten die Rolle eines Retters bekommt, und die böse Hexe selten die Rolle einer schönen Prinzessin.
Wenn man dies auf das Leben überträgt und eine Dauerrolle spielt, z. B. die eines Opfers, weil man unterbewusst irgendwelche meist Kindheitstraumen damit wiederbelebt um sie eigentlich damit zu überwinden.. (tieferes geht hier zu weit, und schreibe ich gern in einem anderen Artikel.. ) Wenn man sich selbst also die Rolle des Opfers zuspricht ist diese Rolle schon belegt, so verteilt man als Rollennehmer unbewusst, die noch übrigen Nebenrollen…
Denn das Gegenüber muss dann der sein der das Opfer zum Opfer macht….

Zwei heulend und jammernde Opfer finden sich meist ziemlich grässlich und das Zusammenspiel hat keinen Reiz.

Damit das Opfer voll in seiner Rolle aufgehen kann, leiden kann, Schmerz empfinden kann, „aaah“ und urrrgg“ sagen kann, braucht es also einen Täter oder Täterin. Das in Rolle gelebte Opfer oder Täter, ist kein schlechter oder verkorkster Mensch, tritt hier nur auf der Stelle, weil es ohne die Aussenansicht auf das Spiel nicht überwunden werden kann.

Mir fällt es besonders auf, wenn ich mit Leuten zusammen bin, die mich ständig in eine Rolle pressen oder Schublade stecken, und die ständig unterschwellig eine Bewertung ihres Wesens fordern, oder schon den nächsten Unglücksfall herbeiunken, ständig am Jammern sind, über all das ausgenutzt werden. Das sie aber unterbewusst durch Ihre Rollenverteilung dieses heraufbeschwören ist ihnen nicht bewusst, da sie mit ihrer Rolle identifiziert sind. Sie sind diejenigen die immer den Kürzeren ziehen. Diejenigen die immer auf der Strecke bleiben, während Andere scheinbar das große Los ziehen..

Es ist unglaublich unentspannt und anstrengend nur in der Nähe solcher Menschen zu verweilen, da sie auch jede Kritik auf sich beziehen, meist hochsensibel, sogar schlechte Gedanken „die der Andere mitsicherheit über einen denkt“, dem Anderen auf die Zunge legen oder in den Gedankengang. Sie führen teils grandiose Selbstgespräche vor den Augen des Anderen, wärend das Gegenüber ahnungslos in die Rolle des Täters gesteckt wird…
Dies ist übrigens kein Opferbashing… geht mal tiefer in dieses Rollenspiel, dann werdet ihr es auch sehen und fühlen, oder besser noch, deidentifiziert euch.. seht meinetwegen Andere in eurer Rolle und kriegt dadurch eine Aussenansicht.

Mir ist aufgefallen das wir ständig eine Rolle spielen und selten der ganze Mensch sind der wir sein können.. Das Opfer, hier auch Täter (weil man sein Gegenüber in eine Rolle zwingt und immer wieder zum Schuldigen macht.) = Opfertäter oder Täteropfer…. einerlei. Das Rollenspiel aber endlich auf eine Aussenansicht gebracht und dass einfach alles sein, und andere alles sein lassen. Sich nicht einschränken lassen von anderen, sich nicht dauernd über andere einen Wert geben lassen müssen, um wert zu sein. Wissen wer man ist und was man kann und was man nicht so gut kann.
Mit dem was man kann arbeiten. Sich selbst so lieben wie man ist.. oder zumindest mögen…Es lebt sich auch ganz anders mit Menschen die in Rolle sind oder ganz einfach sie sind.. also alles sind. Mit meinem endlich, gefundenen Traummann kann ich ungezwungen alles leben… wir brauchen keine Rollenspiele, und das ist eine sehr entpannte Atmosphäre.

Das „DEidentifizieren“ von allem! Das von Außen ansehen ist das Ziel. Nicht mehr alles auf sich beziehen, und wenn doch dann totalisieren, mit Spaß dabei!!

Z.B. „Ja ich bin eine Chaotin und das ist geil! Ja ich bin eine Klugscheisserin, herrlich Arrogant und Eingebildet! Ja ich jammere und bemittleide mich selbst, das brauche ich manchmal!Ja das bin ich auch, denn ich bin alles!“

Das Ziel ist das Durchlaufen von Spiegelwelten um Außenansichten zu bekommen, um zu reifen.. und doch nicht dem Trugschluss zu erliegen das irgendwo ein fertig und Ende wäre..


Denn „Ich weiß, dass ich nichts weiß.. “ (Sokrates)

Geschrieben von MetaArt
12.10.2019

Model: Tatjana Foto: MetaArt
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