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Wenn der Anspruch an mich selbst mir den Krieg erklärt…

Wenn der Anspruch an mich selbst mir den Krieg erklärt…

Einleitung:
… fangen wir mal so an.. Wer behauptet das der Mensch nur gut wäre hat keine Ahnung vom Wesen des Menschen.
Der Mensch ist gut und schlecht,der Mensch ist alles, und seine Motivation ist Weiterentwicklung. (Weiter)entwicklung ist ein Antrieb der Evolution also auch ein ganz natürlicher Prozess. Zur Weiterentwicklung gehört die Motivation besser zu werden und auch besser zu sein. Ergo ist Konkurrenzkampf ein natürlicher Prozess. Der Mensch hat seit je her Kriege geführt, meist um das überleben zu sichern, oder die Grundmotivation war „mehr zu haben“, mehr haben als andere. Es soll einem besser gehen, den Nachfahren besser gehen, mehr Sicherheit, mehr Reichtum…. einfach mehr!
Es ist ein natürlicher Prozess, man kann es als böse betiteln, moralisieren und den Zeigefinger erheben! Erziehen, Verziehen. Doch nichts wird diese Fakten ändern. Die Erziehung zum künstlichen verhalten eines Gutmenschen ist immer aufgesetzt und nicht natürlich, und wird daher immer zur Scheinheiligkeit führen, und die angeblich bösen Taten werden hinterm Rücken ausgeführt. Der Mensch ist aber auch gut, ein soziales Wesen, aber eben nicht nur.

Anspruch an mich selbst..
Hab ich jetzt also den Anspruch an mich selbst ein nur guter Mensch zu sein, der möglichst wenig Fußabdruck in dieser Welt hinterlässt, stelle ich mir selbst Regeln und Ideale auf, z.B. „ich esse kein Fleisch mehr, ich benutze kein Plastik mehr, ich helfe jeder Oma über die Ampel und halte jedem die Tür auf.“
Das sind alles gesellschaftliche Regeln die man für sich übernehmen kann aber nicht muss. Es gibt gesellschaftliche Regeln an die man sich halten muss um mit der Gesellschaft zu leben… klar.. das bleibt hier außen vor.

Wenn ich für mich jetzt also die Regel aufstelle kein Fleisch mehr zu essen, dann aber einmal sündige, dann fühle ich mich schlecht, dann beginnt ein innerlicher Kampf, der mich anklagt als Looser und schwacher Geist etc.
Ich könnte es abmildern und sagen: „ich esse weniger Fleisch“, und würde dann in die gewollte Richtung streben, mir erlauben etwas für die Tierwelt zu tun, aber auch mal sündigen ohne Kriegserklärung an mich selbst. Nur als Beispiel zu sehen.

Anderes Beispiel ist:
Ich mag keine Duckmäuser oder Leute die gegen Regeln verstoßen und möchte daher auch keiner sein, oder gegen Regeln verstoßen. Ideale von Helden, aufmerksamen Menschen etc. schweben einen da so im Kopf. Dies ist ein großartiger Weg sich zum Sheriff zu ernennen und fortan alles zu sehen was gegen Regeln verstößt, um sich daran festzubeissen und aufzuhängen. Und natürlich wird man herrlich in all die regelverstoßenden und duckmäuserigen Situationen miteingebunden die nun wirklich vielfältig im Alltag auf einen lauern. Weil man eben seine Aufmerksamkeit durch sein Regelwerk dahin gelegt hat.

Man ist an seinen eigenen Anspruch gebunden, und muss fortan immer den Helden und Sheriff spielen und erlaubt sich nicht das normale Menschliche „Stress aus dem Wege gehen, und auch die Angst vor Konflikten zu haben“. Überhört sich selbst, die Angst im Mittelpunkt zu stehen, die Angst vor Konflikten, den kürzeren zu ziehen, eine Schlägerei auszustehen und all das was aus solchen Situationen entstehen kann. Weil man eben den künstlichen Anspruch von Moral und Regelwerkt hat, an das man sich verstandesmäßig halten muss. Hier soll der Verstand wieder über das schwache Fleisch siegen, und so beginnt ein kriegerischer Kreislauf von Werten, Richten, innen wie außen. Ein Krieg der einen das Leben so richtig schwer machen kann…

Ich sag da lieber konsequent!
Manchmal will ich nicht alles sehen und hören und ich bin halt Mensch.. und nach meiner Definition heißt das, „ich bin eben „alles“… auch Duckmäuser…und Weggucker! „

Und die tiefe Wurzel und Konsequenz da heraus ist:
„Du musst mich nicht für meine Taten lieb haben, sondern für das wer ich bin ohne etwas zu tun. Und in erster Linie muss ich mich selbst liebhaben… wie immer“

Zweitens: „ Ich akzeptiere mich so wie ich bin, auch in all meinen Schwächen.“

MetaArt 03.11.2019

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